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The Easybeats, Friday On My Mind, 1967

Text/Musik/ George Young, Harry Vanda

Roduzent/ Shel Talmy

Label/ United Artists

Im Sommer 1966 gehörten die Easybeats in ihrer Heimat Australien seit über einem Jahr zu dem Stars. In Europa und den USA jedoch hatte ihr Namen keine Bedeutung, waren ihre Platten noch nicht einmal auf dem Markt. Das Quintett schloss einen Vertrag mit United Artists,  zog nach London und nahm eine neue Single mit Kinks- und Who-Produzent Shel Talmy auf.

Das atemlose „Friday on My Mind“ war weniger psychedelisch, sondern orientierte sich eher an „Endlich-Wochenende“-Hits wie „Rip It Up“ und „C’mon Everybody“. Der Song, dessen Anfangstöne an ein Easy-Listening-Arrangement der Gesangstruppe The Swingle Singers erinnern, ist eine überschwengliche Dosis Sixties-Power-Pop über einen Abend in der Stadt, der für fünf mühselige Arbeitstage entschädigt. In rasendem Tempo streben die Gitarren ungeduldig der Entfesselung entgegen, während Sänger Steve Wright die Tage zählt, unterstützt von Backgroundsängern, die vor Freude schier übersprudeln.

Der Song wurde in Europa und in Australien ein Top-Hit. Doch leider war „Friday on My Mind“ der Schwanengesang der Easybeats. In der Vertragshölle gefangen, von Drogen geschwächt ( „Damals war die Band permanent stoned“, gab Gitarrist George Young zu) und trotz des verspäteten Folgehits „Good Times“ war 1968 ihre Energie dahin. Die Familie Young machte allerdings in den 70er Jahren weiter, und zwar Georges Brüder Angus und Malcolm mit AC/DC.