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The Spencer Davis Group, I’m a Man, 1967

Text/Musik/ Steve Winwood, Jimmy Miller

Produzent/ Jimmy Miller

Label/ Fontana

Was die Spencer Davis Group von all den anderen britischen Blues-Bands der 1960er Jahre unterschied, war ihr frühreifer Leadsänger Steve Winwood. Gitarrist Spencer Davis hatte den Fünfzehnjährigen entdeckt, als er in der Jazz-und-Blues-Band seines älteren Bruders Muff in Birmingham Klavier spielte. 1963 schlossen sich die Winwood-Brüder der Spencer Davis Group an.

Angespornt durch ihren Hit „Keep on Running“ (1966) begann Winwood, eigenes Songmaterial zu schreiben, während die Band den späteren Rolling-Stones-Produzenten Jimmy Miller ins Boot holte. Der ersten Zusammenarbeit „Gimme Some Lovin“ folgte kurz darauf „I’m a Man“. Der Song kam in die britischen und amerikanischen Charts. Da war Winwood gerade mal 18 Jahre alt. Der Track – der nichts mit dem gleichnamigen von Bo Diddley zu tun hat – ist ein bemerkenswertes Stück R&B. Vorangetrieben durch Pete Yorks Drums, Bruder Muffs beharrlichem Bass und Davis‘ Rhythmusgitarre, mit Produzent Miller als Percussionist und Winwood an Leadgitarre und Hammondorgel, kommt Winwoods markanter, von Ray Charles geprägter hoher Tenor perfekt zur Geltung.

Den Backgroundgesang machten Jim Capaldi, Dave Mason und Chris Wood, mit denen Winwood drei Monate nach der Veröffentlichung von „I’m a Man“ seine eigene Band gründete: Traffic.