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Tom Tom Club, The Genius of Love, 1981

Text/Musik/ Tom Tom Club

Produzent/ Tom Tom Club

Label/ Sire

Der hüpfende Bass, die zirpenden Synthie Klänge und der lässige Beat von „Genius of Love“ animierte Interpreten wie Grandmaster Flash („It’s Nasty“) und De La Soul („Shoomp“) zu Coverversionen.

Tom Tom Club wurde 1980 von der Rhythmussektion der Talking Heads, dem Ehepaar Tina Weymouth und Chris Frantz, gegründet, als die Stimmung in ihrer Hauptband auf dem Tiefpunkt angelangt war. Grund waren frühe Pressungen des 1980er Talking Heads Albums „Remain in Light“, die Sänger David Byrne zu viele Urheberrechte einräumten, wie Frantz darlegte:“ Das war das Problem eines Bandmitglieds, das daran gewöhnt ist, alles als sein Verdienst zu verbuchen.“

Für ihre neue Band nahmen sie unter anderem den Talking-Heads-Tourgitarristen Adrian Belew, den jamaikanischen Produzenten Steven Stanley und Weymouths singende Schwestern Laura, Loric und Lani. Nach dem Proto-Hip-Hop-Track „Wordy Rappinghood“ zeigte Tom Tom Club mit „Genius of Love“ seine sonnige Seite.

Der symphatisch-chaotische Lobgesang auf den Liebsten nimmt auf Funkadelic-Basser Bootsy Collins, Disco-Pionier Hamilton Bohannon und James Brown Bezug. Der Hoppelbeat und die quietschige Hookline von „Genius of Love“ wirken bis heute nach.