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John Mayall, Empty Rooms, 1970

Produzent/ John Mayall

Label/ Polydor

John Mayall, dessen Gruppe, die Bluesbreakers, sich in den 60er Jahren als Brutstätte für nachmals erfolgreiche Gitarristen, wie beispielsweise Eric Clapton, Peter Green oder Mick Taylor erwiesen hatte, änderte mit „Empty Rooms“ seinen Stil zugunsten einer akustischen Band. Bass, akustische Gitarre, Saxophon und Flöte, von Johnny Almond gespielt, plus Klavier und Mundharmonika und der Verzicht auf einen Schlagzeuger waren ein grosser Wendepunkt in Mayalls Stil.

Dadurch dass die akustische Gitarre nicht elektrisch verstärkt wird, ist die Musik leiser, ohne an rythmischer Intensität zu verlieren. Und man hört auch, dass John Mayall singen kann. Er braucht nicht mehr die Gitarren zu überschreien. Was er singt, sind Geschichten in einfachen Sätzen über Mädchen, wie etwa in dem Song „To a Princess“. Altvater Mayall sagt auch einige Worte zur 68er Revolution: Er gibt seine Segenswünsche, hat aber gleichzeitig eine Warnung parat: „Don’t become a druggie/ Unless you’re too weak to face responsibility“. Das ist wirklich kaum auszuhalten. Ansonsten: „Empty Rooms“ kann man getrost als Klassiker empfehlen. John Mayall zeigt hier einmal mehr, dass er in gutes Gespür für aussergewöhnliche Musiker hatte.