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Joe Cocker, Sheffield Steel, 1982

Produzent/ Chris Blackwell, Alex Sadkin

Label/ Island

Fast 4 Jahre war es still um Joe Cocker. Während dieser Zeit gab es keine Plattenveröffentlichung, er schien wie verschwunden. Wie aus dem Nichts tauchte er 1982 mit „Sheffield Steel“ wieder auf. Das in den Compass Point Studios in Nassau, Bahamas, von Chris Blackwell und Alex Sadkin produzierte Album zeigt den Altstar von einer bisher völlig unbekannten Seite: Joe Cocker strapaziert seine Stimmbänder zu teilweise schroffen Reggaeklängen. Er ist gut wie eh und je, auch wenn man sich zeitweise nicht den Eindruck verwehren kann, dass seine Stimme in den letzten Jahren etwas unter seinem nicht gerade gesunden Lebenswandel gelitten hat.

„Sheffield Steel“ wurde seinerzeit von den internationalen Musikkritikern mit Wohlwollen aufgenommen. Ein Tatsache, die nicht ganz selbstverständlich ist, war Cocker in der Vergangenheit nicht immer ein Liebling der Kritiker, weil für diese statt der Musik meist sein angegriffener körperlicher Zustand im Vordergrund stand. 1982 jedenfalls hatte er seine Alkohol- und Drogenprobleme überwunden und setzte zu einem grossen Comeback an.

Das Album „Sheffield Steel“ enthält mit „Seven Days“ (von Bob Dylan), „Ruby Lee“ (von Bill Withers) und „Talking Back To The Night“ (von Steve Windwood) drei herausragende Stücke. Ebenfalls erwähnenswert ist seine schöne Version des Jimmy Cliff Klassikers „Many Rivers To Cross“. In den restlichen Stücken („Look What You’ve Done“, „Shocked“, „Sweet Little Woman“, Marie“, So Good, So Right“ und „Just Like Always“) zeigt sich Joe mal temperamentvoll, mal von seiner sanften Seite.