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Status Quo, Ma Kelly’s Greasy Spoon, 1970

Produzent/ John Schroeder

Label/ Pye

1968 feierten die Status Quo mit „Pictures Of Matchstick Man“ einen internationalen Tophit. Nach dem weniger erfolgreichen Nachfolgehit „Ice In The Sun“ schien ihr Stern aber wieder wie eine Sternschnuppe zu verglühen. Die Gruppe spielte damals noch einen psychedelisch angehauchten Poprock und das Publikumsinteresse an dieser Musik liess zu jenem Zeitpunkt wieder nach.

Anfang der 70er Jahre fanden die Status Quo mit einer Mischung aus Rock, Blues und Boogie Woogie die ideale Plattform für ihre Musik und legten damit den Grundstein für eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Den Anfang machten sie mit dem Album „Ma Kelly’s Greasy Spoon“. Dieses Album ist typisch für Status Quo: Die Musiker wollen erst gar nicht erst den Anschein erwecken, sie seien herausragende Musiker. Das, was sie können, setzen sie in den zehn Tracks optimal um. Sie verzettelten sich nicht in endlosen, aufgeblähten Solos, sondern setzten ihre Fähigkeiten ganz im Dienst der Musik ein.

Richtig gut ist „Ma Kelly’s Greasy Spoon“ dann, wenn Status Quo einen gepfefferten Bluesrock spielen, der zeitweise an Canned Heat erinnert. „Spinning Wheel Blues“, „Shy Fly“, „(April), Spring, Summer And Wednesday“, „Junior’s Wailing“, „Lakky Lady“, „Need Your Love“, „Lazy Poker Blues“ und „Is It Really Me/Gotta Go Home“ gehen richtig gut ab. Hier spürt man zu jedem Zeitpunkt, daß die Band richtig mit Freude bei der Sache ist.

„Daughter“ klingt richtig poppig und erinnert an das was, was Status Quo in den 60er Jahren gespielt haben. „Everything“ ist eine Ballade mit Akkustikgitarre und sparsamen Streichereinlagen, die an die Bee Gees erinnert. Der Song ist vielleicht der einzige Schwachpunkt auf „Ma Kelly’s Greasy Spoon“. Allerdings fällt dieser angesichts des durchwegs guten Materials nicht weiter auf.