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Gene Vincent & His Blue Caps, Be-Bop-A-Lula, 1956

Text/Musik/ Tex Davis, Gene Vincent

Produzent/ Ken Nelson

Label/ Capitol

Gene Vincent, der dunkle Fürst des Rockabilly, wurde in den 50er Jahren mit aufsehenerregenden Platten und einem kurzen, krisengeschüttelten Leben zur Ikone. „Be-Bop-A-Lula“ seine erste Platte und sein grösster Hit, ist zur Hymne geworden, die zugleich sexy und gespenstisch klingt.

Vincent Eugene Craddock wuchs mit Country-Musik, Bluegrass, Gospel und Blues bei seinen Eltern in Norfolk, Virginia auf. Während seiner Zeit bei der Armee erlitt er bei einem Motorradunfall eine schwere Beinverletzung und konzentrierte sich fortan aufs Singen. DJ Tex Davis entdeckte ihn und nahm ein Demo mit ihm auf, das zu einem Deal mit Capitol Records in Los Angeles führte.

Gene Vincent & His Blue Caps wurden nach Nashville geschickt; ihr Produzent Ken Nelson, hatte keine Ahnung von Rock’n’Roll und heuerte Studiomusiker an, falls die Blue Caps versagen sollten. Doch Vincents Band machte ihren Job gut. Zum geschmeidigen Groove der Rhythmusgruppe haucht Vincent in schöner Elvis-Manier Dinge über sein „Baby“ ins Mikrophon. Cliff Gallups schwindelerregende Gitarrensoli und der Drive von Basser „Jumpin“ Jack Neal lieferten eine Rockabilly-Vorlage für alle von The Beatles bis The Clash.

Nachdem „Be-Bop-A-Lula die Charts auf der ganzen Welt erobert hatte, ging es mit Vincents Karriere stetig bergab. Er starb 1971 mit 36 Jahren an den Folgen seines Alkoholismus.