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Pixies, Monkey Gone to Heaven, 1989

Text/Musik/ Charles Thompson

Produzent/ Gil Norton

Label/ Elektra

Kim Deals Weg zu den Pixies führte über eine Kleinanzeige, in der ein Bassist gesucht wurde, der sowohl Peter, Paul & Mary als auch Hüsker Dü mochte. Mit „Monkey Gone To Heaven“ führten die Pixies diese eigentlich unpassenden Einflüsse zusammen – neben einigen anderen Zutaten.

In weniger als drei Minuten und weniger als 100 Wörtern thematisiert Sänger und Songwriter Charles „Frank Black“ Thompson mit seiner surrealistischen Metaphorik Umweltbelange wie Treibhauseffekt, Ozonloch und Wasserverschmutzung. Er bezieht sich ausserdem auf die hebräische Zahlenmystik.

Die surrealistische Pille wird mit einer eingängigen Melodie, einem folkigen Refrain, dem bewährten Laut-Sanft-Schema und einer weiteren fesselnden Leadstimme von Gitarrist Joey Santiago versüsst. Auch eine Streichersektion ist zu Gast (zwei Cellisten, zwei Geiger) – eine Überraschung, die dann wie die natürlichste Sache der Welt erscheint. „Kim spielte im Studio einen Flügel, indem er die Saiten mit einem Plektrum zupfte“, erzählte Produzent Gil Norton später. „Am Schluss bauten wir das in den Refrain ein. Und dann dachte ich: „Wir sollten Streicher dazutun, sie werden phantastisch klingen.“

„Monkey Gone To Heaven“ verhalf der Band zu ihrem ersten Hit und erreichte Platz 5 in der US-Modern-Rock-Charts. Dieser Song und die Folgesingle „Here Comes Your Man“ machten „Doolittle“ zum meistverkauften Album der Pixies.