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Lucinda Williams, Down Where The Spirit Meets The Bone, 2014

Produzent/ Greg Leisz, Lucinda Williams, Tom Overby

Label/ Highway 20 Records

Die 66-jährige Lucinda Williams ist eine Spätstarterin. Obwohl sie schon Ende der Siebzigerjahre angefangen hat, Platten aufzunehmen, kam der Durchbruch erst 1998 mit ihrem sehr schönen fünften Album „Car Wheels On A Gravel Road“.

„Down Where The Spirit Meets The Bone“ erschien drei Jahre nach „Blessed“ und ist das erste Doppelalbum von Lucinda Williams. Das Album enthält zwanzig neue Songs, die wie immer zwischen Country, Folk, Blues und Rock changieren. Melancholisch steigen wir mit ihrer reifen, gealterten Stimme in die Platte ein: „Compassion“ ist ein wunderschönes nur mit einer Gitarre begleitetes Stück, das auf einem Gedicht ihres Vaters aufbaut und aus dem auch die Zeile stammt, unter dem das Album segelt.

Zu meinen Lieblingssongs gehört „Protection“, ein Rocker, der ordentlich fetzt und einen sehr schönen Refrain mit „I need protection from the enemy of love“ hat. Herausragend auch „One More Day“ mit herrlichen Bläsern. Mit den Gitarristen Bill Frisell, Tony Joe White und Wallflowers-Gitarrist Stuart Mathis hat Lucinda Williams eine feine Begleitband um sich geschart. Beim Gänsehaut-Song „It’s Gonna Rain“ ist dann auch der Sohn von „His Bobness“, Jakob Dylan, als Duett-Partner dabei.