
Simon and Garfunkel, Richard Cory, 1966
Text/Musik/ Paul Simon
Produzent/ Bob Johnston
Label/ Columbia Records
Der Song wird aus der Perspektive eines Arbeiters erzählt, der in Corys Fabrik schuftet, so dass die Beziehung des Arbeiters und der Reichtum Corys in eine unmittelbare Beziehung gesetzt werden. Richard Cory ist in eine reiche Familie hineingeboren und dann noch als einziger Erbe. Seinen wirtschaftlichen Erfolg verdankt er auch seinen Beziehungen zu Politikern, die die er dank seines Vermögens schmiert. Er ist ein Mann der Gesellschaft, aber die Orgien auf seiner Jacht haben etwas Zwiespältiges. Dass er ganz uneigennützig für wohltätige Zwecke spendet, nimmt man ihm auch nicht ab.
Der Arbeiter jedoch möchte nicht dieses System abschaffen oder reformieren, sondern er ist einfach neidisch. Er möchte an Corys Platz – mit der logischen Konsequenz, dass er der Kapitalist sein wird, der seine Kollegen ausbeutet. Wie pervers dieser Neid ist, zeigt sich im letzten Refrain: Der Tycoon schiesst sich eine Kugel durch den Kopf – wir wissen nicht warum. Sind plötzlich seine Aktien an der Börse abgestürzt? Steht er vor der Insolvenz? Droht im eine Verhaftung wegen Wirtschaftskriminalität? Ist ihm die Frau weggelaufen? Der Arbeiter weiss es auch nicht, aber sein Neid macht ihn so blind, dass er immer noch an Corys Stelle stehen möchte. Hauptsache reich sein, auch wenn der Reichtum zum Selbstmord führt.









