Neko Case, Blacklisted, 2002

Produzent/ Neko Case, Darryl Neudorf, Craig Schumacher

Label/ Anti-Records

Die Assoziationen stellen sich schnell ein: Flirrende, geisterhaft leere Highways. Ein Truckstop am Rande von Nirgendwo. Ein einäugiger Hund. Die Zukunftsaussichten so düster verhangen wie der Himmel. „The hammer clicks in place – The world is gonna pay“ heisst es im Opener „Things That Scare Me“, dazu klappert unheilvoll das Banjo.

Die stimmgewaltige Neko Case schwelgt mit „Blacklisted“ zutiefst in dunklen Klängen und Atmosphären. Mit tatkräftiger Unterstützung so ausgewiesener Könner wie Joey Burns & John Convertino (Calexico), Howie Gelb oder Mary Margret O’Hara, entstanden schimmernde Country-Noir-Soundscapes, die auch in den Albtraumwelten eines David Lynch ihren Platz hätten. Düster, spröde und mysteriös kommen die Songs daher. In deren Adern zudem das Vermächtnis alter Klassiker pulsiert. Selten lagen Schönheit und Unbehagen so nah beieinander.

„Deep Red Bells“ ist mit knapp vier Minuten schon der längste Song des Albums. Was dieser Aufnahme seine Magie verleiht, ist aber weniger undurchsichtige Exzentrik, sondern eine glasklare Stimme, wie sie das 21. Jahrhundert bis dato nicht kannte – mit seiner songdienlichen, musikalischen Untermalung jedenfalls das Highlight des Albums für mich.

Taj Mahal, 1968

Produzent/ Bob Irwin, David Rubinson

Label/ Columbia

Was der junge Taj Mahal auf seinem Debütalbum zusammen mit Ry Cooder und einer vielversprechende Band namens The Rising Sons vergeigt hat, das kann gern als authentischer Blues durchgehen: „Statesboro Blues“, „Dust My Broom“, „Everybody’s Got To Change Sometime“ zeigen einen zeitgemässen Umgang mit Original-Material; vielfach dominiert die Mundharmonika von Mahal, manchmal klingt das Ganze auch ein wenig nach John Mayall. Aber bei den Eigenkompositionen, besonders bei „E.Z. Rider“, kommt die Intensität, mit der Taj Mahal gesanglich die Songs vorträgt, deutlich zutage. Ruhige, teilweise, fast monotone Bass-Läufe und unspektakuläre Drum-Arbeit sorgen für ein solides Rückgrat.

Apropos „E.Z.Rider“: Wer glaubt, dass die Verkürzung der Sprache durch Verwendung lautmalerisch treffender Buchstaben und Zahlen (z.B. ‚4 U‘ für ‚for you‘) erst im Zeitalter von Internet und SMS entstanden ist, wird hier eines Besseren belehrt. „E.Z.“ sind nicht die Initialen eines „Mr. Rider“; vielmehr besingt Taj Mahal den „Easy Rider“, einen im Südstaaten-Slang im doppelten Sinne unmoralischen Mann. Herausragend ist der Schlusssong „The Celebrated Walkin‘ Blues“, eine auf einem Traditional basierende Komposition Taj Mahals. Mit einer Spielzeit von knapp neun Minuten deckt das Stück fast ein Viertel der gesamten Spielzeit der Scheibe ab. Ein wunderschöner langsamer Blues! Taj Mahal’s Album ist etwa so echt wie eine bauchige Rotweinflasche beim Italiener um die Ecke.

Bob Dylan, Love And Theft, 2001

Produzent/ Bob Dylan (unter dem Pseudonym Jack Frost)

Label/ Columbia

Als am 11. September 2001 morgens die Plattenläden in New York aufmachten und darin Dylans neues Album zum Kauf parat lag, war es im Süden Manhattans bereits passiert: Zwei amerikanische Passagiermaschinen hatten die Twin Towers durchbohrt. In den Wochen darauf erklomm „Love And Theft“, Bob Dylans 31. Album und sein letztes Meisterwerk, die Billboard Top 5.

Man kann das so lesen, dass die Amerikaner sich nach einem solchen Angriff ihrer eigenen Tradition versichern wollten. Das tun Dylan und seine agilen Begleiter auf „Love And Theft“ dermassen gründlich, dass das Album sich als einzige Abfolge von Zitaten, Verweisen, Anspielungen und Montagen erweist. Worauf Dylan, der Dieb der Traditionen, ja selber im Plattentitel verweist. Und wie so oft in seiner Karriere hat der Rückgriff auf die alten musikalischen Stile Amerikas zu einer Musik inspiriert, darunter Blues, Rockabilly, Country, Swing und Balladen nach der Manier von Tin Pan Alley. Diese Musik bleibt alterslos, weil sie nie jung war.

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Elvis Presley, Tomorrow Is A Long Time, 1966

Text/Musik/ Bob Dylan

Label/ RCA Victor

1966 erwarteten nur noch eingefleischte Elvis-Fans Grosses von ihrem Idol. Dennoch machte Presley im Mai und im Juni jenes Jahres einige seiner bedeutendsten Aufnahmen seit seiner Glanzzeit. Bei diesen Sessions – aus denen das Gospel-Album „How Great Thou Art“ hervorging, das dem King einen Grammy und sein musikalisches Comeback einbrachte – wurde auch eine Version von Bob Dylans „Tommorrow Is A Long Time“ aufgenommen, die Dylan als sein Lieblingscover bezeichnete.

Das war nicht Presleys einziger Ausflug in Dylans Diskographie. Etwa zu gleichen Zeit nahm er zu Hause „Blowin‘ in the Wind“ auf und coverte „I Shall Be Released“. Sein „Tomorrow Is A Long Time“ orientierte sich jedoch an einer gewissen sparsamen, bluesigen Version der Folksängerin Odetta, die ihrerseits Dylan beeeinflusst hatte. Völlig im Gegensatz zu dem, was Presley damals sonst lieferte, war dieser Track gespenstisch und mit über fünf Minuten ungewöhnlich lang.

Dylans eigene Version (ursprünglich gedacht für „The Freewheelin‘ Bob Dylan“, 1963) erschien lediglich als Live-Take auf seinem 1970er Album „Greatist Hits Vol.II“. Gecovert wurde der Song u.a. von Rod Steward, Nick Drake und Sandy Denny, aber keine Version reicht an die von Elvis Presley heran.

Monkey Man with Charlie Watts (1941 – 2021)

Er hatte ein Gesicht wie Buster Keaton und liess sich schwer beeindrucken. Er hiess Charlie Watts, spielte Schlagzeug bei den Rolling Stones. Ohne Mick Jagger gäbe es keine Show, ohne Keith Richards gäbe es keine gute Show, aber ohne Charlie Watts gäbe es die Stones schon lange nicht mehr. Er hatte oft das letzte Wort, entwarf mit Mick die Bühnenbauten, entschied sich für den Jazz-Bassisten Darryl Jones als Nachfolger für Bill Wyman, wurde von Keith verehrt und nicht nur von ihm; alle in der Band wollten sein wie er. „Charlie Is My Darling“ heisst ein früher Dokumentarfilm über die Band, auf der Hülle von „Get Yer Ya-Ya’s Out“, dem Livealbum der Stones auf der Höhe ihres Könnens, sieht man nur ihn, und wenn der Sänger an den Konzerten die Band vorstellte, bekam der Schlagzeuger die längste Ovation.

Er blieb bescheiden. Sechzig Jahren beschränkte sich Charlie Watts auf ein minimales Aufgebot: Basspauke, Snare, Hi-Hat, zwei Toms, drei Becken. Sein Spiel klingt trocken, aber federnd, stilbewusst und elegant: harte Linke, swingende Rechte. Obwohl er sich, der Autodidakt, als Techniker nicht hoch bewertete, wurde er von vielen Schlagzeugern für seine Effizienz und seinen Ausdruck bewundert. Wirbel machte er selten, und es gibt kein einziges Schlagzeugsolo von ihm. Jeder Schlag zählt, weil keiner zu viel ist. Auch heute noch suchen junge Bands in Inseraten Schlagzeuger mit einem einzigen Satz: „Must play like Charlie Watts“.

Calexico, Ballad Of Cable Hogue, 2000

Text/Musik/ Joey Burns

Produzent/ Joey Burns

Label/ City Slang

Der Kern von Calexico – Sänger Joey Burns und Drummer John Convertino – war ursprünglich die Rhythmussektion der Rockband Giant Sand um Howe Gelb. Mitte der Neunziger gründeten die beiden Musiker aus Tucson, Arizona dann ihre eigene Band. Mit einem eindrucksvollen Arsenal an Instrumenten, von Vibraphon über Akkordeon bis hin zu Mandoline und Steel-Gitarre, suchten sich Calexico ihre eigene Ecke im grossen Americana-Universum: einen Sound zwischen Country, Post-Rock und mexikanischer Folklore. Bei mir erscheinen immer schemenhafte Bilder vor der inneren Leinwand, wenn ich diese Musik höre. Die Wüste und die Sonne, imaginäre weite, leere Landschaften und staubige Strassen, irgendwo zwischen den USA und Mexico.

Calexico-Lieder sind Lieder im Schwebezustand, die den Traum vom Glück spazieren fahren, aber immer auch die Ahnung eines Schattens mit sich tragen. Kein Wunder, dass ihre Lieder auch schon für zahlreiche Filme verwendet wurden. So haben Calexico Taylor Hackfords Film „The Love Ranch“ vertont. Auf dem Soundtrack des Bob-Dylan-Films „I’m Not There“ war die Band gleich fünf Mal vertreten. Doch der Transfer verläuft auch umgekehrt: „ Ballad Of Cable Hogue“ heisst ein Calexico-Stück in Anlehnung an den gleichnamigen Western von Sam Peckinpah aus dem Jahr 1970. Es geht darin um einen Goldgräber, der von seinen Kumpanen ausgeraubt und ohne Nahrung und Wasser in der Wüste zurückgelassen wird. Kurz vor dem Erschöpfungstod stösst er auf eine Quelle, die ihn rettet. Dann plant er seine Rache. Der Song von Calexico ist eine Spielerei zu dem Film; ein musikalisches Klischee, das dazu dient, das Hybride zu erforschen und in Sound umzusetzen. Der Klang von „Ballad Of Cable Hogue“ machte Calexico weltberühmt. Das Lied wurde zusammen mit der US-amerikanisch-französischen Sängerin Marianne Dissard aufgenommen.

Los Lobos And Various Artists, La Bamba Soundtrack Album, 1987

Produzent/ Joe Sill, Taylor Hackford

Label/ Warner Bros. Records

An jenem Nachmittag in August 1958 hing die Luft zentnerschwer über L. A. In der kleinen, stickigen Bar vermischte sich der Geruch von abgestandenem Rauch mit dem von Schweiss und Bier. Maria schob flink den Schrubber über den schmutzigen Holzboden. Ihr Neffe David guckte ihr bei der Arbeit zu. Er war eben vier Jahre alt geworden. Maria summte ein Lied, ihr Parfüm duftete schwer und süss. Vielleicht wurde Maria von dem Jungen abgelenkt; mit dem Bestenstiel stiess sie das gerahmte Foto von der Wand. Das Glas zersprang. „Ay, que susto!“, welch ein Schrecken! David griff nach dem Glas. Blut tropfte von seinen kleinen Fingern auf das Porträt des jungen Ritchie Valens, der als Richard Steven Valenzuela im mexikanischen Stadtteil von Los Angeles aufgewachsen war.

Das kleine Missgeschick in der mexikanischen Bar war die erste Begegnung des späteren Los-Lobos-Sängers David Hidalgo mit dem Teenager-Idol Ritchie Valens. Valens starb 1959 bei einem Flugzeugunglück zusammen mit Buddy Holly. Er hinterliess unter anderem eine meisterhafte Version von „La Bamba“, einem traditionellen mexikanischen Lied.

Die Jahre vergingen. David Hidalgo gründete mit Schulfreunden Los Lobos. Sie trugen schwarze Anzüge und dunkle Sonnenbrillen und entwickelten ihren eigenen Stil: ein schweisstreibende Mischung aus mexikanischem Folk und Rock. Verkannt von den grossen Massen, wurden Los Lobos zu den Vorbereitern von Musikern wie Ricky Martin und Jennifer Lopez, die später mit den hispanischen Wurzeln das grosse Geschäft machten. Latino wurde chic und beinahe allgegenwärtig, von den Pop-Greisen Buena Vista Social Club bis zu Aventura, der Boyband mit den lateinischen Wurzeln, die es vielleicht nie gegeben hätte, wäre es nicht damals, an jenem heissen Augusttag, zur schicksalhaften Begegnung in der kleinen mexikanischen Bar gekommen. Denn Los Lobos gelang nur einmal ein wirklicher Hit „La Bamba“. Im gleichnamigen Film wurde David Hidalgo 1987 zur Stimme von Ritchie Valens.

The Doors, Morrison Hotel, 1970

Produzent/ Paul A. Rothchild

Label/ Elektra Records

Zuviel ist schon über Jim Morrison geschrieben worden. Nicht so sehr, weil Morrison die Mythen des Rock verkörperte wie kaum ein anderer Sänger seiner Generation. Sondern weil er sie inszenierte bis zu jenem Punkt, in dem er die Kontrolle über die Inszenierung verlor. Und dann an der Rolle und seiner Selbstkarikatur zugrunde ging. Jim Morrison verkörperte die Sehnsucht des Intellektuellen nach Sinnlichkeit und die Sehnsucht des Narzissten nach intellektueller Anerkennung. Er war als intellektueller Bluessänger grossartig und als bluessingender Intellektueller nicht auszuhalten.

Für mich ist das fünfte Doors-Album „Morrison Hotel“ ohne Zweifel ihr bestes und stärkstes. Morrisons Stimme klingt hier reifer, ruhiger und überzeugender als auf den früheren Platten. Die Mätzchen des „erotischen Politikers“ und „Königs der Eidechsen“ sind endgültig passé. Die Platte ist in zwei Seiten aufgeteilt, die sogenannte Bluesseite „Morrison Hotel“ und die Rockseite „Hard Rock Cafe“. Für „Roundhouse Blues“ und „Maggie M’Gill“ engagierte man den Gitarristen Lonnie Mack als Bassisten. Um Morrison davon abzuhalten, Mundharmonika zu spielen, was er nur schauerlich konnte, hatte Paul Rothchild, der Produzent, John Sebastian von der damals populären Folk-Rock-Band Lovin’ Spoonful verpflichtet. Alle Songtexte stammen von Jim Morrison, der sich erstaunlich nachdenklich und gefühlvoll zeigt und über Liebe, Schmerz und Verletzlichkeit singt. Das Spektrum der Songs in „Morrison Hotel“ reicht vom aggressiven „Roadhouse Blues“ bis zu „Indian Summer“, dem verhaltenen, fast minimalistischen Liebeslied aus Hippie-Zeiten. Technisch gesehen war Morrisons Bariton schon limitiert, noch bevor die Drogen seine Stimme durchschossen. Aber er war ein stimmungsvoller Bluessänger und Balladeur, der mit wenig Aufwand Atmosphäre schaffte. Er wusste zu phrasieren, er hatte eine hypnotische Sprechstimme, und was er nicht singen konnte, deutete er an, machte es zum Ausdruck des Nicht-mehr-Sagbaren.

Ray Wylie Hubbard, Co-Starring, 2020

Produzent/ Joe Nino-Hernes

Label/ Big Machine Records

Sähe er nicht aus wie der intellektuelle Bruder des Yeti, hätte er in den Siebzigern glatt als Reaktionär durchgehen können. Der Song Up Against The Wall, Redneck Mother“ machte den Okie Ray Wylie Hubbard quasi über Nacht berühmt. Die Mutter, die ihren Sohn dazu erzieht, in den Honky-Tonks Hippies zu verprügeln, das schrammte knapp an Merle Haggards „Okie From Muskogee“ vorbei. Doch der Text steckt voller Ironie – wie natürlich auch der von Haggard. Danach war lange nicht mehr viel los bei Ray Wylie Hubbard ausser Alkohol und Drogen. Irgendwann schaffte es Hubbard von den Anonymen Alkoholiker, wo er seine künftige Frau kennenlernte, zu den bekanntesten Wahl-Texanern.

2020 erschien sein 17. Album „Co-Starring“; ein teilweise ordentlich brodelndes Elixier aus rauem, dreckigem Rootsrock, Americana, Outlaw Countryrock und swampigem Southern-Blues. Und – der Name sagt es schon – Ray Wylie Hubbard wartet hier mit einer illustren Gästeschar auf: Ringo Starr, Don Was, Joe Walsh, die wunderbaren Larkin Poe, Peter Rowan, die Cadillac Three und viele mehr. Die zehn Songs stammen alle von Hubbard. Seine Verneigung vor Mississippi John Hurt in dem nach dem Blues Musiker betitelten Song gehört für mich zu den herausragenden Stücken der Platte. „Mississippi John Hurt heals me when he sings“, singt Hubbard im Duett mit Pam Tillis. Die Schwestern Rebecca und Megan Lovell, die sich Larkin Poe nennen, unterstützen Hubbard bei „Rattlesnake Shakin‘ Woman“. Rebecca glänzt an der Lap Steel und Megan singt sehr schön mit Hubbard. Zum Auftakt der Scheibe rocken Ringo Starr, Don Was, Joe Walsh und Chris Robinson in „Bad Trick“ mit Hubbard.

Steve Earle, I’ll Never Get Out Of This World Alive, 2011

Produzent/ T-Bone Burnett

Label/ New West

Steve Earle hat sein 14. Studioalbum nach dem letzten Song von Hank Williams benannt. „I’ ll Never Get Out of this World Alive“ klingt eher melancholisch als verzweifelt: ein schönes, erstaunlich ruhiges Album für einen Sänger, der so wütend werden kann. Auf vielen Stücken setzt Steve Earle auf Instrumente, die auch Hank Williams gefallen hätten – etwa Fiedel und Steelgitarre. Dabei geholfen hat ihm T-Bone Burnett – als Produzent sehr gefragt, wenn es darum geht, neue Songs wie ganz alte klingen zu lassen, aber ohne Kitsch und Nostalgie.

Das Album immer klar konturiert und in warmen, natürlichen Klängen gehalten, hat Nashville, Tennessee, ebenso viel zu verdanken wie New Orleans, Louisiana, oder Clarksdale, Mississippi. Es kombiniert die Sehnsucht der Country-Musik mit der Trauer des Blues und verbindet beide immer wieder mit New Orleans. Gleich drei der elf Songs beziehen sich auf die Stadt, darunter das bewegende „The City“, in dem Earle singend verspricht, dass „diese Stadt nicht weggespült werden wird“. In einfachen, starken Bildern evoziert er die Musik von New Orleans, das Wasser, die Marmorgräber, die Quartiere, die Menschen. Das Schlimmste sei nicht, was New Orleans passiert sei, sagt er in Anspielung auf den Hurrikan „Katrina“ 2005 und der Ölpest von 2010: „Das Schlimmste ist, wie Amerika darauf reagiert hat“: Es habe die Stadt vergessen, der es so viel verdanke.