IMG_0250.jpg

Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich mit 13 zum ersten Mal die Beatles gehört habe – danach war ich ein anderer Mensch. In den 1960er und 1970er Jahren habe ich viel britische und amerikanische Musik gehört: Rolling Stones, Jimi Hendrix, Led Zeppelin, Neil Young oder Bob Dylan, den ich auch als Lyriker sehr schätze.

Dieser Blog ist eine grosse Verbeugung vor der Musik, die mich in meiner Jugend begleitet hat. Ich hätte vielleicht meine Lehre abgebrochen ohne die Musik von Frank Zappa und Captain Beefheart. Es gab Musiker, die mir das Leben gerettet haben, buchstäblich. Wenn ich am Abend nach Hause kam, war es immer für mich das Erste in mein Zimmer zu gehen, Tür zu und dann die Musik zu hören, die sich nicht um Hörgewohnheiten schert, sich nicht anpasst, und mit Texten, die auch nicht danach fragen, worüber man sich lustig machen darf und worüber nicht – das war sehr wichtig für mich.

Klar, höre ich auch neue Musik. Aber ich gehöre nicht zu den Leuten, die Freude an einem Song haben, nur weil er sorgfältig hergestellt wurde. Ich möchte darin Personen singen und spielen hören und nicht nur registrieren, wie kalkuliert, mechanisch, programmiert, formelhaft das Ganze angelegt ist.

Mich macht heute glücklich, dass ich vor 25 Jahren im Alter von 40 noch angefangen habe, akustische Gitarre spielen zu lernen, und mich damit jetzt vollends auf dem Terrain vom alten Country-Blues bewege, nämlich dem „Fingerpicking-Stil“ mit herrlichen traditionellen Songs wie „Step It Up And Go“, „Blue Railroad Train“, „ That’ll Never Happen No More“, „Keep Your Lamp Trimmed and Burning“ und anderen wunderbar akustischen Liedguts der 30er und 40er Jahre.