Mekons, Honky Tonkin’, 1987

Produzent/ The Mekons

Label/ Twin/Tone Records

Zunächst wäre da das Cover mit dem im Eis gescheiterten Schiff von Caspar David Friedrich. Dann wäre da eine Liste mit weiterführender Literatur zu jedem Song, die beweist, dass die Mekons nicht nur schöne Platten im Regal haben. Ausserdem kann nichts einen Song wie „Gin Palace“ besser beschreiben, als eine Empfehlung Jean Rhys zu lesen. Oder zu „Spit“ „Minima Moralia“ von Adorno, Balzac und Charlotte Bronte zu „Sleepless Nights“. Und ganz schön zu „Keep On Hoppin“ Norman Malcolms Erinnerungsbuch an seinen Freund Ludwig Wittgenstein. Und ganz besonders schön zu „Sympathy For The Mekons“ ein Aufsatz von Alison Allister aus der Zeitschrift „Radical Philosophy“ unter dem Titel: „Philosophical Materialism Or The Concept Of History“, ein Buch über vegetarische Ernährung, ein Gemälde des britischen Konzeptkünstlers Terry Atkinson und den Film „The Omen“.

Soll ich Euch jetzt sagen, dass die Musik der Mekons genau so schön ist wie diese Liste? Ja, das soll ich. Ich kann sogar darauf hinweisen, dass auf dem Inner Sleeve „The Devil Riding On A Nun“ zu lesen ist, während sie deutlich „The Devil Riding On A Pig“ singen. Aber ich sag auch, dass das alles ein bisschen für Mekons-Fans ist. Und eine Chance für diejenigen, die die Band bislang noch nicht gekannt haben.

Van Morrison, A Period of Transition, 1977

Produzent/ John Mac Rebennack (Dr. John)

Label/ Warner Bros. Records

Auf dem Cover sitzt ein ältlicher, verbraucht und einsam dreinblickender Mitdreissiger mit lichtem zurückgekämmtem Haar – Van Morrison in einer Übergangszeit, an der Schwelle zum Alter, zum Nachdenken, zur Resignation? Doch schon der erste Song zeigt, dass der äussere Eindruck nur bedingt zutrifft: in „We Gotta Make It Through This World“ singt ein letztlich optimistischer Morrison von der Notwendigkeit, durchzuhalten.

„A Period Of Transition“ ist ein Album voll Schönheit und Energie. Über zwei Jahre nach dem ruhigen „Veedon Fleece“ (1974) hat hier Morrison mit Hilfe von Mac Rebenack, alias Dr. John, als Pianist und Produzent einen Übergang zurück durchgemacht; zurück zu einem unkomplizierten gospelbeeinflussten Rhythm-and-Blues, gerade geprägt vom geraden auflebenden Rhythmus, den Dr. John mit den Ex-Wonder-Leuten Ollie Brown (Drums), Reggie McBride (Bass) und Marlo Henderson (Gitarre) erzeugt, besonders geprägt von schwarzen Chor-und Bläserstimmen und vom Tenor- bzw. Altsax als wichtigstes Solo- und Begleitinstrument, grossartig gespielt von Jerry Jumonville.

In der Tat fühlt man sich hier sehr an Morrisons grosse Rhythm-and-Blues-Alben „Moondance“(1969) und „His Band And Street Choir“ (1970) erinnert. „A Period Of Transition“ ist keine perfekte Platte. Dr. John’s Arrangements reiben sich ab und zu an Morrison’s Stimme und die Kompositionen muten oft wie Melodie-Jams an, bei denen man den Eindruck hat, sie wären noch nicht ganz fertig geschrieben. Aber das ist eine nebensächliche Kritik – wichtig ist, dass Morrison mit soviel Kraft und Gefühl singen kann, wie die Zeile: „When I was going through my letters, I found a picture postcard of the Reeperbahn…“ in meinem Lieblingsstück „Heavy Connection“, einer mittleren Ballade im „Like A Rolling Stone“-Tempo mit auf- und ablaufenden Harmonien und einem unvergesslichen La-La-Chorus. Hört’s Euch selbst an!

Ray Davies, Other People’s Lives, 2006

Produzent/ Ray Davies

Label/ V2

Im Jahr 2006 demonstrierte Ray Davies mit dem Album „Other People’s Lives“ noch einmal seine Fähigkeiten, Alltagsbeobachtungen in süffige Songs zu verpacken. Das Idol und Vorbild aller (nicht nur britischen) Songwriter beschreibt hier seine Erlebnisse eines Aufenthalts in New Orleans. Doch seine Musik und seine elegante Erzählensweise sind typisch britisch geblieben. Mit der Lebenserfahrung eines älteren Mannes erzählt Ray Davies Geschichten aus dem Leben eines Touristen in New Orleans, in dem man einerseits zwar manchmal angeschossen wird, wie er bei einem Überfall, aber andererseits auch heimfinden kann zu den Quellen der Musik des 20. Jahrhunderts.

„Other People’s Live“ ist ein klassisches Rockalbum: Kraftvolle Riffs, elegante Bridges, einnehmende Melodien und immer wieder kraftvolle Backgroundchöre: schon der erste Song „Things Are Gonna Change“ zeigt die Klasse dieses Mannes. Oder der Alt-Country von „The Getaway“. Oder das mit Akustik-Gitarre startende „All She Wrote“, welches dann im Funkrock endet. Oder das Titelstück mit seinem Latinrock-Einschlag. Insbesondere der Gesang von Davies ist fein nuanciert, berührend und ausdrucksstark. Immer wieder werden Anklänge an die erste Zeit der Kinks hörbar. Ein kurzer Gitarrenriff à la „Lola“; eine Chorpassage, die an „Waterloo Sunset“ erinnert; ein Bläsereinsatz ähnlich „Sunny Afternoon“. Doch das ist kein „Alterswerk“ – vom ersten Stück weg rockt Ray Davies mit voller Power los. Wie schon seinerzeit auf dem „Something Else“ Album werden hier verschiedenste Musikstile integriert. Das klingt gleichzeitig altbekannt, dabei aber keinesfalls altmodisch.

The Milkshakes, 20 Rock And Roll Hits Of The 50′ and 60′, 1991

Produzent/ Will Hay

Label/ Big Beat Records

Schon als Pop Rivets hatten sie weltweit unbeachtet zwei LP’s veröffentlicht und waren in Eigenregie durch die Lande gezogen. In Hamburg hatten sie es sogar geschafft, im alten „Star Club“, wo sich längst das „Salambo“ etabliert hatte, für eine Nacht wieder „Star Club“ zu spielen. Echte Afficionados also!

Ich habe The Milkshakes 1982 kennengelernt, an einem Konzert im Berner ISC-Club, das mir unvergesslich geblieben ist. Ihre Musik ist ein Rhythm’n’Beat, so wie er Anfang der 60er gespielt wurde. Manchmal hört man auch alte Songs von Bo Diddley, Kinks oder den Beatles, aber die Milkshakes geben eine Atmosphäre wieder, die die meist geglättet aufgenommenen Original-Beat-LP’s kaum haben. Was andere Bands mit Rockabilly getan haben, nämlich die zeitgemässe Form eines alten Musikstils zu schaffen, haben die Milkshakes mit Starclub-Rock’n’Roll getan. Absolut leidenschaftlicher Sound mit John-Lennon-in-den-Flegeljahren-Stimme vom Sänger Billy Childish (absolut passender Name).

Jo-Ann Kelly, 1969

Produzent/ Nick Perls

Label/ CBS

Jo-Ann Kelly war eine britische Blues-Sängerin und Gitarristin. Sie wurde als „die unbestrittene Königin der britischen Country-Blues-Sänger“ bezeichnet. Diesen ehrenvollen Titel hätte sie stolz vor sich hertragen können. Doch der freundlichen Engländerin mit dem unprätentiösen Auftreten lag jeder Anflug von Selbstgefälligkeit fern. Auch grossspurige Promotion in eigener Sache entsprach nicht ihrer Art.

Die musikalische Laufbahn von Jo-Ann Kelly begann in der britischen Blues-Szene der frühen 1960er. Mit ihrer ausserordentlichen Stimme und dem von Memphis Minnie und Charley Patton beeinflussten Gitarrenstil beeindruckte sie 1964 das Publikum in den Londoner Clubs. Mit dem späteren Groundhogs-Kopf Tony McPhee machte sie erste Aufnahmen. Meist trat sie alleine auf, gelegentlich jedoch auch mit anderen Musikern wie der John Dummer Blues Band. 1969 erschien ihr erstes Album. Sie trat mit Canned Heat auf, die ihr eine längerfristige Zusammenarbeit anboten, ebenso wie später Johnny Winter. Beide Angebote lehnte Jo-Ann Kelly ab.

In den 1970ern trat sie weiterhin solo auf, ab und zu auch mit befreundeten Bands, wie etwa Tramp. 1979 half sie bei der Gründung der Blues Band, mit der sie Anfang der 1980er die Show „Ladies and the Blues“ aufführte, einen Tribut an die grossen Sängerinnen des Blues. 1988 wurde bei ihr ein Hirntumor diagnostiziert und entfernt. An den Folgen starb Jo-Ann Kelly am 21. Oktober 1990 im Alter von 46 Jahren.

Jim Jarmusch, Down by Law, 1986

Regie/ Jim Jarmusch

Produktion/ Alan Kleinberg

Label/ Island Pictures

Die Eröffnungssequenz mit der Kamera in einer endlosen Fahrt durch New Orleans habe ich bei dem Tom Waits Song „Jockey Full Of Bourbon“ bereits erwähnt. Dann werden wir Zeuge, wie die wunderbare Laurette (Ellen Barkin), in ­Negligé und wirrer, weissblonder Haar­spray-Mähne weinend die ganze Plattensammlung, Lebenswerk des arbeitslosen ­Radio-Discjockeys Zack (Tom Waits) aus dem Fenster schmeisst. Zack lässt es geschehen, sitzt tatenlos auf dem Bett, bis Laurette seine Lieblingslederstiefel packt – da, wir ahnen es, ist die Liebe vorbei! Damit fängt der Film aber erst richtig an: Gemeinsam mit dem obercoolen Zuhälter Jack (John Lurie) und dem italienischen ­Lebenskünstler Roberto (Roberto Benigni) landet Zack in einer Gefängniszelle. Zuerst gehen die drei ungleichen Ganoven ­einander gehörig auf den Wecker. Bis zu dem Zeitpunkt, als Roberto, der sich zwar anglophil „Bob“ nennt, aber kaum ein Wort Englisch spricht, die Lethargie seiner Genossen mit einem alten Schlager durchbricht.

„I scream, you scream, we all scream for ice cream“, einer nach dem anderen stimmt mit ein, bis die drei in einem durch­geknalltem Indianertanz ihre Zelle auf den Kopf stellen. Das ist der Anfang einer wunderbaren Freundschaft. Bald darauf brechen die drei aus dem Gefängnis aus, brechen auf, in eine ungewisse ­Zukunft – frei nach dem Vorbild der Holly­­wood­-Filme, die Roberto gesehen hat, getrieben von der Gewissheit: Es kann nur besser werden. Verfolgt von Gendarmen und Gesetz schlagen sie sich durchs Sumpfland und finden in der Einöde unverhofft das Glück, in Form einer rüstig-rustikalen Wirtin (Nicoletta Braschi).

Dieser Schwarzweiss-Streifen, diese Gangster­ballade, dieser postmoderne Film Noir war für mich 1986 ein Glücksfall. Auch heute bleibt „Down by Law“ für mich eine von diesen ewigen Filmperlen, die ich mir immer wieder ansehen kann, sie hat nicht nur die Einsicht, was ein guter Film nicht braucht ( Animationen, Explosionen, Farbe), sondern auch der unsterbliche Satz von Roberto Benigni, Quintessenz aller ­Tragikomödien, der damals genauso zutraf wie heute: „It is a sad and beautiful world.“

Status Quo, Piledriver, 1972

Produzent/ Status Quo

Label/ Vertigo

Haare runter, die Mähne geschüttelt und in die Saiten gedroschen. Wer auf hart rockenden Gitarren-Boogie-Rock steht, kann mit Status Quo eigentlich nichts falsch machen. Schon gar nicht mit den Alben, die die Band zwischen 1972 und 1981 veröffentlicht hat. Auch wenn angeblich jedes Lied gleich klingt und Status Quo lediglich drei Akkorde kennen, hat doch jedes Album seinen eigenen Charakter.

Das 1972 erschienene „Piledriver“ ist das erste von etlichen Hammer-Alben, die Status Quo herausgebracht haben. Schon der erste Ton zeigt wo es langgeht. Hier werden keine Kompromisse gemacht. Statt dessen wird gerockt, was das Zeug hält. „Don’t Waste My Time“ ist ein schnörkelloser Boogie mit wenig Text, aber langen Gitarrensoli. „Oh Baby“ basiert auf dem gleichen Boogie-Rhythmus, allerdings kommt der Song etwas melancholischer daher. So gesehen ist der Song zumindest von der Melodie alles andere als typisch für Status Quo. Leiser und langsamer geht es dann mit „Unspoken Words“, einem lässigen Blues und der Ballade „A Year“ weiter.

Die A-Seite der LP ist damit beendet. Die B-Seite wird mit dem harten Rocker „Big Fat Mama“ eröffnet. Dann folgt „Paper Plane“, ein nicht mal dreiminütiger Power-Rock. Die Gitarren klingen hier speziell, Francis Rossi singt genial. Und am Titel kann man wieder mal erkennen, wie sehr der Band der Inhalt der Texte egal war. Mit „All The Reasons“ kommt der zweite sanfte Song, ehe das Doors-Cover „Roadhouse Blues“ das Album auf grandiose Weise abschliesst. „Piledriver“ ist ein Hammer-Album voller Klassiker und abwechslungsreich wie vielleicht kein anderes Status Quo Album.

Peter Gabriel, Sledgehammer, 1986

Text/Musik/ Peter Gabriel

Produzent/ Peter Gabriel, Daniel Lanois

Label/ Geffen

„Sledgehammer“ ist Peter Gabriels bekanntester Song. Nicht sein bester, aber sein bekanntester. „Sledgehammer“ schlug 1986 vor allem beim Fernsehpublikum ein. MTV war noch jung, aufregend, wurde dem M für Musik noch gerecht – und zeigte die tanzenden Poulets und wandernden Rüebli Tag und Nacht. Was der Popularität dieser weissen Soulnummer nur zuträglich war.

Peter Gabriel war schon als Sänger von Genesis der Visualisierung von Musik zugeneigt wie kaum ein anderer Rockmusiker. Seinen Sinn für Theatralik transportierte er von der Bühne in die neue, aufregende Kunstform Videoclip. 1986 arbeitete er mit dem amerikanischen Filmemacher und Animator Stephen Johnson zusammen, der ein Jahr zuvor mit seinem Clip zum Talking-Heads-Lied „Road to Nowhere“ Aufsehen erregt hatte. Gabriel lud Johnson nach London ein und stand acht Tage lang vor der Kamera. Für jede Sekunde des Clips zu „Sledgehammer“ musste er 25 Mal den Gesichtsausdruck verändern. Das erklärt, warum die Dreharbeiten satte 100 Stunden dauerten. Allein für die zehn Sekunden, in denen eine Modelleisenbahn um seinen Kopf kreist, musste er sechs Stunden lang in derselben Position ausharren. Dann war da noch das Beigemüse im Scheinwerferlicht. „Die Früchte rochen ja noch ganz okay nach einigen Stunden, der Fisch hingegen begann im Studiolicht ganz unangenehm zu stinken“, sagte Gabriel.

Sein Durchhaltevermögen, sein Mut zum Experiment wurden belohnt: Das Fernsehpublikum liebte das surreale Filmchen. Heute noch gilt „Sledgehammer“ als einer der meistgespielten Videoclips. „Es war grossartig damals“, erinnert sich Gabriel in einem Interview: „Es gab Leute, die Videos schauen wollten, es gab auch noch Budgets dafür – und es gab keine Regeln. Niemand schrieb dir vor, wie das Video auszusehen hatte.“

Neko Case, Blacklisted, 2002

Produzent/ Neko Case, Darryl Neudorf, Craig Schumacher

Label/ Anti-Records

Die Assoziationen stellen sich schnell ein: Flirrende, geisterhaft leere Highways. Ein Truckstop am Rande von Nirgendwo. Ein einäugiger Hund. Die Zukunftsaussichten so düster verhangen wie der Himmel. „The hammer clicks in place – The world is gonna pay“ heisst es im Opener „Things That Scare Me“, dazu klappert unheilvoll das Banjo.

Die stimmgewaltige Neko Case schwelgt mit „Blacklisted“ zutiefst in dunklen Klängen und Atmosphären. Mit tatkräftiger Unterstützung so ausgewiesener Könner wie Joey Burns & John Convertino (Calexico), Howie Gelb oder Mary Margret O’Hara, entstanden schimmernde Country-Noir-Soundscapes, die auch in den Albtraumwelten eines David Lynch ihren Platz hätten. Düster, spröde und mysteriös kommen die Songs daher. In deren Adern zudem das Vermächtnis alter Klassiker pulsiert. Selten lagen Schönheit und Unbehagen so nah beieinander.

„Deep Red Bells“ ist mit knapp vier Minuten schon der längste Song des Albums. Was dieser Aufnahme seine Magie verleiht, ist aber weniger undurchsichtige Exzentrik, sondern eine glasklare Stimme, wie sie das 21. Jahrhundert bis dato nicht kannte – mit seiner songdienlichen, musikalischen Untermalung jedenfalls das Highlight des Albums für mich.

Taj Mahal, 1968

Produzent/ Bob Irwin, David Rubinson

Label/ Columbia

Was der junge Taj Mahal auf seinem Debütalbum zusammen mit Ry Cooder und einer vielversprechende Band namens The Rising Sons vergeigt hat, das kann gern als authentischer Blues durchgehen: „Statesboro Blues“, „Dust My Broom“, „Everybody’s Got To Change Sometime“ zeigen einen zeitgemässen Umgang mit Original-Material; vielfach dominiert die Mundharmonika von Mahal, manchmal klingt das Ganze auch ein wenig nach John Mayall. Aber bei den Eigenkompositionen, besonders bei „E.Z. Rider“, kommt die Intensität, mit der Taj Mahal gesanglich die Songs vorträgt, deutlich zutage. Ruhige, teilweise, fast monotone Bass-Läufe und unspektakuläre Drum-Arbeit sorgen für ein solides Rückgrat.

Apropos „E.Z.Rider“: Wer glaubt, dass die Verkürzung der Sprache durch Verwendung lautmalerisch treffender Buchstaben und Zahlen (z.B. ‚4 U‘ für ‚for you‘) erst im Zeitalter von Internet und SMS entstanden ist, wird hier eines Besseren belehrt. „E.Z.“ sind nicht die Initialen eines „Mr. Rider“; vielmehr besingt Taj Mahal den „Easy Rider“, einen im Südstaaten-Slang im doppelten Sinne unmoralischen Mann. Herausragend ist der Schlusssong „The Celebrated Walkin‘ Blues“, eine auf einem Traditional basierende Komposition Taj Mahals. Mit einer Spielzeit von knapp neun Minuten deckt das Stück fast ein Viertel der gesamten Spielzeit der Scheibe ab. Ein wunderschöner langsamer Blues! Taj Mahal’s Album ist etwa so echt wie eine bauchige Rotweinflasche beim Italiener um die Ecke.