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Ian Dury & The Blockheads, Sweet Gene Vincent, 1977

Text/Musik/ Ian Dury, Chas Jankel

Produzenten/ P. Jenner, L. Latham, R. Walton

Label/ Stiff

Ian Dury beschreibt seine Einflüsse als „die Labels Stax und Motown, Max Miller und viel Fernsehen“, aber häufig diente ihm Gene Vincent als Inspiration. Es war nach Vincents Tod 1971, dass Dury seine erste Band gründete, Kilburn & The High Roads, und neben der Musik prägte ihn auch die elegante Bühnenerscheinung seines Idols ( vorallem dessen schwarze Lederhandschuhe). Dury, der selbst aufgrund von Kinderlähmung gehbehindert war, beteuerte, dass ihn zuerst Genes Stimme und Gesangsstil fasziniert hätten und er erst später dessen Beinschiene bemerkte.

Dury Hommage „Sweet Gene Vincent“ erschien auf seinem ersten Soloalbum „New Boots und Panties!!“ und war die einzige Single-Auskoppelung. Durys Text ist verspielt und lebendig, mit raffinierten Querverweisen auf Vincent-Songs wie „Blue Jean Bop“, „Who Slapped John?“ und „Be-Bop-A-Lula“. Co-Autor Chas Jankel erzählte, dass die Aufführung des ersten Textentwurfs – dank Durys ausgiebiger Recherche über Vincent – mehr als 15 Minuten lang gewesen wäre. Der Text ist vollgestopft mit Wortspielereien und Anspielungen auf Essex und Ostlondon, alles in breitem „Estuary English“, das kaum jemand verstand, die Amerikaner erst recht nicht, weswegen das Album samt „Sweet Gene Vincent“ ein sehr englischer Erfolg blieben.