Bildschirmfoto 2019-12-27 um 09.17.24.png

Joan Osborne, Relish, 1995

Produzent/ Rick Chertoff

Label/ Mercury

Die meisten werden „One Of Us“ kennen, manch einer auch noch „St. Theresa“ aber das komplette Album dürfte dann doch an einigen vorbeigegangen sein. „Relish“ war für mich – und ist es immer noch – ein Klasse Album, das wesentlich mehr als diese beiden Songs zu bieten hat.

Es ist eine jener Platten, die mit einfachen Mitteln eine intime Atmosphäre schaffen, die einen auch dann nicht mehr loslässt wenn der letzte Ton verklungen ist. Unspektakulär vielleicht, aber keineswegs langweilig. Diese Musik lebt, sie atmet und zeugt von unaufdringlicher Grösse. Hier regiert eher Bescheidenheit als Protz, denn weniger ist manchmal tatsächlich mehr. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob „Dracula Moon“ ein bisschen zu lang geraten ist, aber ich würde es einfach sein lassen und zuhören! Da hat man nämlich mehr von! Über allem trohnt die unvergleichliche Stimme von Joan Osborne, die dem ganzen diese besondere Note gibt und die man wirklich überall raushören kann. Eine Charakterstimme mit Gefühl und Blues, mit Wärme und Tiefe.