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Joan Osborne, Relish, 1995

Produzent/ Rick Chertoff

Label/ Mercury

Die meisten werden „One Of Us“ kennen, manch einer auch noch „St. Theresa“ aber das komplette Album dürfte dann doch an einigen vorbeigegangen sein. „Relish“ war für mich – und ist es immer noch – ein Klasse Album, das wesentlich mehr als diese beiden Songs zu bieten hat.

Es ist eine jener Platten, die mit einfachen Mitteln eine intime Atmosphäre schaffen, die einen auch dann nicht mehr loslässt wenn der letzte Ton verklungen ist. Unspektakulär vielleicht, aber keineswegs langweilig. Diese Musik lebt, sie atmet und zeugt von unaufdringlicher Grösse. Hier regiert eher Bescheidenheit als Protz, denn weniger ist manchmal tatsächlich mehr. Natürlich kann man sich darüber streiten, ob „Dracula Moon“ ein bisschen zu lang geraten ist, aber ich würde es einfach sein lassen und zuhören! Da hat man nämlich mehr von! Über allem trohnt die unvergleichliche Stimme von Joan Osborne, die dem ganzen diese besondere Note gibt und die man wirklich überall raushören kann. Eine Charakterstimme mit Gefühl und Blues, mit Wärme und Tiefe.

19 Gedanken zu “

    1. I love her voice, love the production, love the songs. „One of Us“ got my attention, and it’s still fantastic, but „St. Teresa“ is just as creative, and every song on this album is cool. She seems to have tapped into her roots somehow, whatever her roots are, a sort of bluesy/swamp-rock chick/boho hybrid that really gave this album fire and spice.

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      1. Thank you! Osborne’s voice is, as you said, unique. And she seemed to be taking some risks with her choice of material for this album, that’s why I like „Relish“ more than her following releases. However, she did a fantastic album called „Bring It On Home“; pure, unadulterated blues-rock and soul at its best. I also like her „Songs Of Dylan“ album. Some of the arrangements try maybe to hard to be different, others work beautifully. „Carpe diem!“ – Happy New Year to you from Switzerland

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    1. Für schöne singende Frauen habe ich aus Prinzip eine Schwäche, auch wenn mir die jungen, als Ladywunder gerühmten im Grunde alle eine Spur zu glatt sind. „Relish“ war das beste Album einer jungen Sängerin, das mir Mitte der 90er Jahre in die Finger kam. Ihre nachfolgenden Alben können zwar nicht alle mit dem Niveau von „Relish“ mithalten, aber Joan Osborne hat bewiesen, dass sie ein eindrucksvolle Stimme hat und dass sie mit ihrer Musik reifen kann.

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      1. Ging mir ähnlich um 78 herum mit Blondie, Tanya, Rachel Sweet… und dann nochmal ab 88/89 mit Tanita, Tracy, Sinead … dann hatte sich der Effekt verbraucht, wie mirs mit Sophie B.Hawkings erging, hab ich ja neulich beschrieben, deshalb kam Mrs. Osbrne bei mir nicht mehr als so interessant an.

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      2. Ja, die Stiff-Records-Aufnahmen der späten 70er überzeugten mich damals von der musikalischen Qualität von Rachel Sweet. Schade, dass ihr der grosse Erfolg versagt blieb. Von Sophie B. Hawkins ist mir das Album „Tongues And Tails“ in Erinnerung. „Damn I Wish I Was Your Lover“ war ihr Glanzstück Anfang der 90er.

        Auch nach mehr als einem halben Jahrhundert Leidenschaft für die Musik tauchen bei mir noch Hörentdeckungen auf. Ich möchte kein Gefangener meiner Erfahrungen sein und mein langes Rock- und Pophörerleben als abgeschlossenes Sammelgebiet betrachten.

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  1. Ich habe mir die Scheibe gleich einmal aufgerufen und stimme Dir voll zu – ein solides Album von einer Künstlerin, die eine super Stimme hat – erinnert mich zuweilen etwas an Bonnie Raitt, eine Dame, die ich sehr schätze.

    Tatsächlich kannte ich von Joan Osborne bis dato nur “One of Us,” eine Nummer, die mir nach wie vor sehr gut gefällt.

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    1. Keine Frage, Joan Osborne konnte mit „One Of Us“; dieser melancholischen-ironischen Predigt über die Frage nach Gottes Präsenz hier auf Erden nicht nur viele offene Ohren sondern auch viele Herzen gewinnen. „Relish“ wird ein Klassiker bleiben.

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