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JD McPherson, Signs & Signifiers, 2010

Produzent/ Jimmy Sutton

Label/ Rounder Records

Man könnte JD McPherson leicht mit einem Revivalmusiker verwechseln. Denn es gibt nur wenige andere zeitgenössische Künstler, die so unumwunden wie er behaupten, dass Little Richards “Keep A Knockin’” die beste Aufnahme ist, die je gemacht wurde. “Sie kommt so irrsinnig aus dem Bauch heraus, dass man das Gefühl hat, dass sie die Boxen explodieren lassen wird”, meint er. “ Wenn ich sie höre, komme ich mir sechs Meter gross vor. Und das Gefühl der Freude, dass mir diese Aufnahme bereitet, wird mich immer dazu antreiben, selber Musik zu machen.”

Für sein erstes erstes Album, “Signs & Signifiers” hat sich JD McPherson mit seinen Zubereitern Jimmy Sutton und Alex Hall zusammengesetzt und eine Reihe unheimlich authentischer Rock’n’Roll-Tracks im ursprünglichsten Sinn ausgeheckt. Dabei stehen eher spirituell angehauchte und hypnotische angehauchte Nummern wie das Titelstück vor Lebensfreude strotzenden Hits wie dem Opener „North Side Gal“ oder „Scratching Circles“ (Bläser!) gegenüber, die zu keiner Sekunde wie krampfhafte Retro-Bemühungen klingen, sondern tatsächlich so, als seien sie zur Pionierzeit von Elvis und Buddy Holly ersonnen worden. Einen großen Anteil am Gelingen dieses Projekts haben die verwendeten Werkzeuge: uralte Instrumente und Bandmaschinen.

Gegen JD McPherson klingen die meisten Nostalgie-Bands geradezu modern: Auf „Signs & Signifiers“ gibt es mitreissende und viel Spass machende Rockabilly-Tracks zu hören. Das Ding klingt stärker nach einer vergessenen Scheibe von Eddie Cochran als die Anstrengungen von Nick Curran & The Lowlifes oder dem britischen Rüpel Jack Rabbit Slim.