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Siouxsie and the Banshees, Dear Prudence, 1983

Text/Musik/ John Lennon, Paul Mc Cartney

Produzent/ Mike Hedgens

Label/ Wonderland

In ihrer Punk-Phase, auf ihrem Debut „The Scream“tobten sich Siouxsie & the Banshees an einer wilden Version von „Helter Skelter“ aus. Ein zweites Beatles-Cover wurde jedoch ihr grösster Hit.

Das von John Lennon geschriebene „Dear Prudence“ erschien auf dem Weissen Album der Beatles. Nachdem sie während einer Tour durch Skandinavien pausenlos Beatles gehört hatten, wählten die Banshees „Dear Prudence“ für ihr einmaliges Projekt. „Wir hatten keinen einzigen neuen Song geschrieben“, sagte Bassist Steve Severin, „und wir wollten Robert (Smith, The Cure) auf unserer neuen Single haben. Der andere Song „Glass Onion“ habe gegen „Dear Prudence“ verloren, weil „es der einzige Song war, mit dem Robert vertraut war.“

Auch wenn die Version der Banshees dem Original treu bleibt, heben Smiths psychedelische Gitarre und Siouxsies Stimme die ursprüngliche melancholische Stimmung ins Feierliche. „Die Leute scheinen zu glauben, wir covern „Dear Prudence“ und fertig ist der Hit“, sagte Severin. „Aber so einfach ist es nicht. Es lag an der Art, wie wir den Song gespielt und aufgenommen haben, dass er Erfolg hatte.“

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Siouxsie and the Banshees, Hong Kong Garden, 1978

Text/ Musik/ Siouxsie, McKay, Morris, Severin

Produzent/ Steve Lillywhite

Label/ Polydor

Sie waren die letze Band der erste Punk-Welle, die einen Plattenvertrag bekam – trotz guten Beziehungen zum inneren Kreis des Punk und wilder Live-Auftritte. Siouxsie & The Banshees bekamen ihren Vertrag bei Polydor schliesslich, nachdem John Peel diesen Song  in seiner Radiosendung gespielt hatte. Die Songidee stammt von Gitarrist John McKay, wie auch das markante, orientalisch klingende Intro auf dem elektrischen Xylophon.

„Hong Kong Garden“, benannt nach einem chinesischen Imbiss in Siouxsies Heimatstadt Chislehurst, war eine Hommage der Sängerin an die Chinesen, nachdem sie Zeuge geworden war, wie Skinheads die Besitzer mit rassistischen Beschimpfungen überhäuften: „Sie quälten die Leute gnadenlos, nur weil sie Ausländer waren. Ich fühlte mich so hilflos, hoffnungslos und schlecht.“

Nach monatelanger Medienkampagne kam dieses hochfliegenden Stück Post-Punk-Euphorie in die britischen Charts, war aber nicht auf dem Debutalbum „The Scream“ vertreten ( erst auf der späteren CD-Ausgabe).