Pink Floyd, Astronomy Domine, 1967

Text/Musik/ Syd Barrett

Produzent/ Norman Smith

Label/ EMI

„Astronomy Domine“ ist das erste Stück auf der ersten Platte von Pink Floyd. Der Text lässt Farben und Klänge miteinander kollidieren, Planeten und Wasser, Weltall und Untergrund, es flackert und zuckt. „Neptun, Titan, stars can frighten“, singt Syd Barrett zum drohenden Spiel seiner Gitarre. Barrett war ein ungewöhnlicher und ungewöhnlich begabter Songschreiber. Sein Gitarrenspiel hat viele beeinflusst, seine Songs haben etwas Träumerisches und Bedrohliches zugleich, seine Harmonien und abrupten Tempi klangen unüberhörbar originell.

Aber schon nach dem ersten, von ihm dominierten Album merkten seine Kollegen, dass etwas mit ihm nicht stimmte, er hörte auf der Bühne auf zu spielen, wurde schweigsam und unberechenbar, kam immer später von seinen LSD-Trips zurück. Zwei Soloalben entstanden unter grössten Schwierigkeiten, weil Barrett keinen seiner Songs zweimal gleich spielte. 1978 zog er sich definitiv nach Cambridge und zu seiner Mutter zurück; mit der Musik hatte er schon vorher aufgehört. „Shine on You Crazy Diamond“ nannten Pink Floyd den einsamen, traurigen Song zu seinen Ehren. Als sie ihn aufnahmen, besuchte er sie im Studio, kahl rasiert und aufgedunsen. Syd Barrett starb am 7. Juli 2006 an Krebs.