
Various Artists, A Bunch Of Stiff, Records, 1977
Produzenten/ Verschiedene
Label/ Stiff Records
Früher – ist das nicht wieder ein Anfang? – also früher, da gab es Plattenfirmen, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Qualität zu produzieren. Trotz aller Unkenrufe von Seiten der etablierten Labels hielten sie für einige Zeit an diesem Konzept fest, und dadurch wurden Musiker und Musikerinnen bekannt, die vorher nicht mal die Chance gehabt hätten, das, was sie im Kopf hatten, mit dem Fingernagel auf eine alte Schiefertafel zu kratzen. Auch Stiff Records ist ein Schritt in diese Richtung gewesen. Ich möchte hier nicht die ganze Story erzählen; nur soviel: Stiff war es, die Bands wie The Clash oder den Damned ihre erste Chance gab und die englische Musiklandschaft Mitte der 70er Jahre nach neuen Talenten durchkämmte, nicht nur nach Punk-Bands, sondern nach Talenten, die für die etablierten Labels einfach zuwenig kommerziellen Erfolg versprachen.
Sehr gut vertreten auf diesem Sampler ist Nick Lowe. Er hat auch viele Stücke auf diesem Album produziert. In der Folge treffen wir auf ein paar alte Bekannte wie Lemmy Kilmister und seine Motörhead, oder auf Elvis Costello. Dazwischen tauchen auch Leute auf wie Martin Stone (Ex-Pink Fairies), Sean Tyla (Ex-Ducks De Luxe) und Dave Edmunds. Frei nach dem Wahlspruch „Stiff – Untertakers Of The Industry“ und „If They’re Dead – We’ll Sign’em“ zeigt dieser Sampler, was man alles machen kann, wenn nicht immer nur die Kohle als Masstab genommen wird.
