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The Lovin‘ Spoonful, Summer in The City, 1966

Text/Musik/ J. & M. Sebastian

Produzent/ Erik Jacobsen

Label/ Kama Sutra

In einem Zeitraum von zwei Jahren landeten The Lovin‘ Spoonful eine Reihe von sonnigen Hits, wie „Do You Believe In Magic“ und „Daydream“, die all das beinhalteten, was das Grossartige an der Popmusik Mitte der 60er Jahre war. Ganz oben dabei war „Summer in the City“.

Der Song beginnt mit den Keyboards wie aus einem Horror-B-Movie und knallender Snaredrum, die für mehr Hall im Treppenhaus aufgenommen wurden. Autohupen und Presslufthämmer illustrieren die bedrückende Atmosphäre eines heissen Tages in der Stadt. Wie beim ironischen Kinks-Hit „Sunny Afternoon“, der im gleichen Jahr erschien, rankt sich die Strophe um absteigende Mollakkorde, bis der Refrain sich in erlösendem Dur Bahn bricht.

Der Text schrieb Mark Sebastian, der Bruder von Spoonful-Bandleader John Sebastian, als er noch an der Universität studierte. Der Gegensatz zwischen der Erschöpfung am Tage und nächtlicher Euphorie wird auch in Johns Keyboard-Teil deutlich: „Ich wollte diese unheimliche „Hit-the-road-Jack-Akkord-Sequenz in Moll, die keine Vorwarnung gibt, was einem im Refrain erwartet.“