
The Miracles, The Temptations, Martha & The Vandellas and The Supremes in London, March 1965. They are pictured at Marble Arch a few days before the start of the Tamla-Motown concert tour of the UK.

The Miracles, The Temptations, Martha & The Vandellas and The Supremes in London, March 1965. They are pictured at Marble Arch a few days before the start of the Tamla-Motown concert tour of the UK.

The Supremes, London, 1964

The Supremes, You Keep Me Hangin On, 1966
Text/Musik/ B.& E. Holland, L. Dozier
Produzenten/ B. Holland, L. Dozier
Label/ Motown
Motown war zwar Soul und Pop durch und durch, hatte aber auch ein Auge auf den Rock. „You Keep Me Hangin On“ war Wegbereiter für Norman Whitfields härtere Psychedelic-Soul-Produktionen mit den Temptations Ende der 1960er Jahre.
Das Produzententeam Holland/Dozier schuf ein dramatisches Gitarrenintro, das den Zuhörer in seinen Bann zieht, bevor The Funk Brothers mit einem straffen Groove hereinplatzen. Das Riff im Morsezeichenstil bricht herein wie ein Hilferuf an den Gefühlsnotdienst. Diana Ross‘ leidenschaftlicher Gesang dominiert den Song eine volle Minute lang, bis die anderen beiden Supremes einstimmen – vielleicht ein Anzeichen dafür, dass Ross für die Solokarriere ausersehen war. Begleitet von einer massiven Orgel, synkopischem Tamburin, pulsierendem Bass, krachenden Drums und diesem tückischen Gitarrenriff, klangen die Supremes so verzweifelt wie nie zuvor. Die Zeile „And there ain’t nothin‘ I can do about it!“ stösst Ross wie eine Blues-Sängerin hervor, während Florence Ballard und Mary Wilson mitreissende, gospelige Backgroundvocals dazu liefern.