Chuck Berry, Johnny B. Goode, 1958

Text/Musik/ Chuck Berry

Produzent/ Leonard Chess, Phil Chess

Label/ Chess

Seit Aufkommen des Rock ’n’ Roll ist die Gitarre das unangefochtene Instrument Nr: 1der musikalischen und persönlichen Selbstfindung, die Streitaxt jugendlicher Rebellion, die sich gleichzeitig ideal zur Begleitung adoleszenter Liebesseufzer eignet. Zwar wurde der „Tod der Gitarre“ mindestens so oft eingeläutet wie das „Ende der Geschichte“ – zur Hochzeit des Synthiepops in den 80er ebenso wie mit dem Aufkommen der Techno, DJ- und Clubkultur in den 90er -, doch die Klampfe behauptete stets hartnäckig ihr Terrain und schaffte immer wieder ein Comeback. Wer mal schon mal gesehen hat, wie zwei Nerds bei einem Elektro-Konzert lustlos auf ihren Notebooks herumdaddeln, weiss warum.

Kurzum: die Gitarre ist immer noch das Instrument mit dem grössten Sexappeal. Die Musikgeschichte ist voll von Liebeserklärungen an das Instrument. Eine der ersten und einflussreichsten ist sicher von Chuck Berry. In seiner epochalen Rock ’n’ Roll-Nummer „Johnny B. Goode“ geht es um einen Hillbilly-Boy, der sich durch sein phantastisches Gitarrenspiel den Weg aus ärmlichen Verhältnissen bahnt. Eine Geschichte, die auch auf Berry selbst zutrifft. Zudem gilt „Johnny B. Goode“ heute als das Stück, das der Gitarre den Status als Hauptinstrument des Rock’n’Roll verschaffte. Das sieht man auch in der mitreissenden Live-Version von Chuck Berry mit Bruce Springsteen und der E Street Band von 1995.

The Who, My Generation, 1965

Text/Musik/ Pete Townshend

Produzent/ Shel Talmy

Label/ Brunswick

Am 19. Mai 2025 feiert Pete Townshend seinen 80. Geburtstag. Mit dem Älterwerden setzt sich der Gitarrist und Songwriter von The Who schon lange auseinander. Bereits in seiner Jugend hatte er schon Bonmots drauf. Eines von ihnen sollte seine Band The Who berühmt machen. 1965, da war der schüchterne Gitarrist knapp 20 Jahre alt, schrieb Townshend die schockierende Zeile „hope I die before I get old“ – und formulierte seine Komposition „My Generation“ als Kampfansage einer selbstzerstörerischen Jugend.

Obwohl The Who damals mit der britischen Jugendkultur der Mods assoziiert wurden – Parka tragende und Motorroller fahrende Kids, die den tristen Arbeiteralltag mit offensivem Hedonismus kompensierten – berührte der Song junge Menschen auf der ganzen Welt. Herablassende Erwachsene und ihr mangelndes Verständnis für den Erlebnisdrang der Jugend, das entsprach dem Lebensgefühl einer „Erste-Welt“-Generation im Aufbruch. „’My Generation‘ war als Schrei nach einem Leben ohne Militarismus, Hierarchiegläubigkeit und religiöse Konformität gedacht“, sagte Townshend 1994 in einem Interview. „Als ich schrieb, dass ich lieber sterben als alt werden wollte, meinte ich damit, dass ich nie so werden wollte wie die Menschen, die so grauenvolle Dinge wie den zweiten Weltkrieg zu verantworten hatten.“

Die Presse hatte Townshwend schon früher an „My Generation“ aufgehängt. Zu Unrecht. Der Humanist, Kolumnist, Buchautor und Polit-Aktivist mit einem geschätzten Vermögen von 150 Millionen Dollar mag 80 Jahre alt geworden sein, und man sieht ihm seinen langjährigen Alkohol- und Drogenkonsum deutlich an. Dennoch wirkt er geistig nicht alt, eher erwachsen. Denn Townshend ist ein kluger, wacher Zeitzeuge geblieben.

„Heute leben wir wie zu Zeiten der Kuba-Krise 1963 wieder mit der an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit, durch einen russischen Atomangriff ausgelöscht zu werden“, sagte Townshend jüngst an der University of West London, wo er zwischen 1961 und 1964 bildende Kunst studiert hatte.

Randy Newman, It’s Money That Matters, 1988

Text/Musik/ Randy Newman

Produzent/ Mark Knopfler

Label/ Reprise Records

Ob nun erschwindelt, geerbt, angeheiratet, herbeispekuliert, beim Glücksspiel gewonnen oder hart erschuftet – ein grosse Menge Geld ist eine feine Sache. Und der erste vernünftige Schritt, wenn der Kontostand den zehnstelligen Bereich erreicht hat, besteht natürlich darin, ein Teil davon zu spenden. Soziale Projekte erhalten einen grosszügigen Zustupf, denn wer hat, der soll auch geben. Das hat weitgehend anonym zu erfolgen. Nach Erfüllung dieser ersten Verpflichtung, die immenser Reichtum mit sich bringt, ist der Weg frei für ein Leben voller Luxus, Exzentrizitäten und Ausschweifungen aller Art. Aber eben: Womit vertreibt man sich die Zeit, wenn man ganz oben an der Spitze der Champagnerglaspyramide angekommen ist, wo die Temperatur konstant 24.5 Grad beträgt und die Sorgen in so weite Ferne gerückt sind, dass man sie nicht mal mit dem Hubble- oder dem Jimmy- Webb-Teleskop aufspüren könnte? Nun, erst mal müssen ein paar Dinge angeschafft werden: ein grosses Haus auf dem Hügel mit einem riesigen Swimmingpool im Garten und drei Steinways für den Speisesaal, eine Oldtimer-Flotte und eine Super-Blondine für bessere Vibes. Die Liste an benötigtem Hochpreis-Grundbedarf lässt sich natürlich nach Belieben verlängern.

Obschon Arbeit nach dem Aufstieg von den Guten zu den Mehrbesseren irrelevant geworden ist, ist weiterhin Tätigkeit gefragt, man will ja schliesslich ein paar coole Mythen kreieren, die das stets mitreisende Biografen-Team in Worten, Bildern und filigranen Reliefs dokumentiert. Fast schon zum Pflichtprogramm gehört es, als reicher Fuzzi in den Weltraum zu gelangen. Und wer es sich leisten kann, dass Herkömmliche hinter sich zu lassen, der sollte auch auf Smartphones verzichten. Mit der Welt kann man nämlich auch bequem per Satellitentelefon oder einer ganzseitigen Anzeige in der „New York Times“ kommunizieren. Oder per Beitrag in einem kleinen Musikblog.

Cyndi Lauper, She’s So Unusual, 1983

Produzent/ Rick Chertoff

Label/ Portrait

Cyndi Lauper sang ihr hedonistisches Manifest voller Inbrunst und Leidenschaft, denn sie war die Botschafterin von Frieden, Freude und ewiger Fröhlichkeit. Die Popmusik mochte sich schon zum wiederholten Mal wiederholt haben, es kann sogar sein, dass wieder mal alles probiert, gesagt, gespielt war, was die Popsongs ein für alle mal gesungen hatten, aber mit Cyndi Lauper klang sie wieder neue: „I want to be on to walk in the sun. Oh girls, they wanna have fun. Oh girls just wanna have…“

Cyndi Lauper besang eine ganze Platte mit ihrer überschnappenden Pop-Fröhlichkeit: „She’s So Unusual“. Miles Davis machte ihr „Time After Time“ weltberühmt; „She Bop“, hauchdünne Andeutung, dass kleine Mädchen ihren Spass auch allein mit sich haben können, wurde in einem Roman von John Updike zitiert. In den frühen 80er fing MTV gerade an mit der Video-Hitparade, und Cyndi Lauper wurde die erste Diva des Musikfernsehens; Theaterschminke, Plunderkleider vom Flohmarkt, dazu ihr hühnerhaftes Gehopse und diese Stimme, die einem durch Mark und Bein ging. Und dann kam Madonna mit ihrem bescheidenen Talent, aber mit grösserem Vermarktungspotenzial. Madonna war immer nichts und konnte deshalb alles sein. Cyndi Lauper fetzte als Cyndi Lauper durch die Welt, und das ging nach dem zweiten Album nicht mehr gut.

Dire Straits, Money For Nothing, 1985

Text/Musik/ Mark Knopfler

Produzent/ Mark Knopfler, Neil Dorfsman

Label/ Vertigo Records

 „Money for Nothing“ ist eigentlich ein langweiliger Song, der auf einem Riff und einem geschickt eingefädelten Chorus basiert – erst die Gesamtinszenierung entfaltet die ganze Wirkung. Knopfler zeigt sich als multimedialer Geschichtenerzähler, der auf verschiedenen Ebenen tanzt. Als Background-Sänger holten sich die Dire Straits ausgerechnet Sting, der eben The Police aufgelöst hatte und bis heute den Ruf des habgierigen Egomanen nicht los wird. Ihm gab Knopfler die Zeilen „I want my MTV“ zu einer Zeit, als der Musiksender noch Millionen für die Produktionen von Musikvideos und Promotionsauftritte zur Verfügung stellte.

Später erzählte Mark Knopfler auch die Geschichte zur Entstehung des Songs: In einem Elektrowaren-Geschäft in New York habe er zufällig mitgehört, wie zwei Typen in Arbeitsklamotten vor einem Regal mit Fernsehern stehen und über die Musikvideos lästern, die über die ausgestellten Bildschirme flimmern. Die beiden sollen sich über „die Schwuchteln mit den Ohrringen und der Schminke“ aufgeregt haben, und dass die „für den Scheiss, den die da machen“ auch noch Geld bekommen würden. Der einfache Arbeiter müsse sich mit dem Herumschleppen von Kühlschränken und Fernsehern den Rücken krumm schinden, während die Musikkonzerne mit den „yo-yo’s“ (Pfeifen, Penner, Affen) das grosse Geschäft machen.

Pink Floyd, Money, 1973

Text/Musik/ Roger Waters

Produzent/ Pink Floyd

Label/ Harvest

Das Stück heisst „Money“ und folglich klingelt auch brav im Rhythmus die Kasse. Was macht man mit dem vielen Geld? Man kauft sich Luxus. Ich kaufe mir eine Fussballmannschaft. Oder doch nicht? Erste Klasse-Reise-Ausrüstung, Privatjet – das gehört durchaus zum Lebenstil der Superreichen. Und dann wird es offen kritisch: Geld ist ein Verbrechen und die Wurzeln allen Übels. Aber in einem Vers auch linke Scheinheiligkeit: Natürlich wollen wir Verteilungsgerechtigkeit, aber nur solange sie nicht zu meinen eigenen Lasten geht.

Der Song wirkt durchaus kapitalismuskritisch, zumal das dazugehörige Video Bilder aus der Finanz- und Luxuswelt mit Armutsbildern kontrastiert. Brände und Explosionen spielen auf gewalttätige Demonstrationen und Revolutionen an. Ironischerweise hat es Pink Floyd eine ganze Menge von dem verteufelten Geld eingebracht, denn das Album „Dark Side Of The Moon“ hat sich über 50 Milllionen Mal verkauft. Auch wenn Roger Waters in seinem Song das Entfremdete und Sinnentleerte des Kosumfetischismus kritisiert, wurde die moralische Haltung als Sozialist schwierig, als ihn der Erfolg von „Dark Side“ zum Multimillionär machte. „Wenn du den Durchbruch geschafft hast“, so erkannte Waters später, „erweist auch der sich als Enttäuschung.“ Statt wie früher vor einem aufmerksamen Publikum aufzutreten, spielten Pink Floyd jetzt in Stadien vor bekifften Fans, die dauernd nach „Money“ riefen.

Barrett Strong, Money (That’s What I Want), 1959

Text/Musik/ Berry Gordy

Produzent/ Berry Gordy

Label/ Motown Records

Der Motown Sound, der als „The Sound of Young America“ vermarktet wurde, war in der ersten Hälfte der 1960er Jahre ein Synonym für schwarze Popmusik, die sich auf dem umsatzstarken weissen Markt zu behaupten suchte. Lustigerweise war es Motown Chef Berry Gordy selber, der den Schlüsselsong der „pragmatischen“ neuen schwarzen Städter schrieb: „The best things in life are free/ but you can give them to the birds and bees/I want money/that’s what I want …“ Nicht die dubiosen Aufnahmestudios der traditionellen race-records-Firmen, die legendär viele Blues-Legenden um ihre Tantiemen gebracht haben, hatten die geschützten Räume der schwarzen Kultur zerstört, die Kirche und den Blues. Sondern, wie konnte es anders sein, die erste schwarze Kulturindustrielle zog die Konsequenzen aus einem veränderten Klima.

Der sprichwörtliche Ort der schwarzen Musik war die zugige Strassenecke Manhattans geworden, wo die DooWop-Gesangsgruppen entstanden. Gordy war der erste in einer Reihe von schwarzen und weissen Plattenfirmenbesitzern, der, anders als noch der Rock’n’Roll-Einzelhändler und Elvis-Entdecker Sam Philips, in industriellen Dimensionen dachte und seine Stars nicht an die grossen Plattenfirmen verkaufen musste. Das kam nicht nur dem Entertainment zugute, sondern auch den Verhältnissen in der urbanen Community: Motown Records wurde mit Abstand das erfolgreichste Pop-Label auf dem amerikanischen Musikmarkt der 1960er Jahre. Auch die Beatles hatten später „Money“ und eine ganze Reihe von Motown-Songs in ihrem Repertoire („Please Please Me“, „Please Mr. Postman“ „We Can Work It Out“, „Can’t Buy Me Love“, „Fool on the Hill“ etc.).

Annette Peacock, The Perfect Release, 1979

Produzent/ Annette Peacock

Label/ Aura

7 Stücke Messerspitzen, Nadelstiche, feine Tätowierkünste: „We are all sandwiches/ the meat between life and death…“ oder „Women have the power over men/ sexually and numerically…“ oder „the attraction it seems is to live for ones dreams/ But the dreams are the why we succumb to the lie“ – vorgetragen von einer Meisterin ihres Fachs mit einer kühlen, überheblichen, melodienabreissenden, manchmal enervierend hohen, jazzgeschulten, weissen Stimme, die sich auf vielen Instrumenten begleitet, dominierend ein Piano, das stellenweise Spuren des frühen Chick Corea aufweist, rein ökonomisch eingesetzt, wie alle musikalischen Elemente und Texte bei Annette Peacock.

Sie stammt tatsächlich aus einer fast vergessenen Schule, aus dem Intellektuellen-Jazz-Zirkel der späten 60er in New York, aus dem als heute bekanntestes Element Carla Bley hervorgegangen ist und auch deren Ex-Mann Paul Bley Annettes langjähriger Partner bei der ersten psychedelischen Synthie-Jazz-Band der Welt war. Nach dem Album „I’m The One“ von 1971 wurde das Interesse von Pop-Musiker an Annette Peacock immer stärker: David Bowie flog zwar aus ihrem Studio, weil er störte, lud sie aber zu den Aufnahmen von „Aladdin Sane“ ein – was Peacock ablehnte, genau wie die Aufforderung mit Brian Eno tätig zu werden. Sie trat lieber live mit Iggy Pop auf, wirkte in einem Film Salvadore Dalis mit. Zwischen 1974 und 1978 lebte Annette Peacock zurückgezogen in England, um ihre Tochter aufzuziehen. Erst gegen Ende des Jahrzehnts erregete sie wieder Aufsehen mit ihren ausufernden und eindeutigen Texte zu funkigem Jazzrock. Am spannendsten ist hier „The Perfect Release“, das mit Teilen von Jeff Becks Combo als Begleitmusikern eingespielt wurde.

Pere Ubu, The Modern Dance, 1978

Produzent/ Pere Ubu, Ken Hamann

Label/ Blank

„The Modern Dance» beginnt mit einem unangenehmen Pfeifen, in das sich ein nachlässiges, Spannung erzeugendes Gitarrenlick einmischt – bis ein scharfes Gitarrenriff die Sirene wegbläst und David Thomas zu einem verzweifelten Abgesang auf die Liebe ansetzt. „Nonalignment Pact“ ist der perfekte Einstieg in ein perfektes Debüt, das auch heute noch modern ist. Nach einer Handvoll EPs legten Pere Ubu 1978 mit „The Modern Dance“ ein Album vor, das seine Wut, Energie und seinen Humor dem Punk verdankte, aber viel weiter vorwärtsdrängte und ausschwärmte, als es Punk damals erlaubte.

Pere Ubu aus Cleveland, Ohio schufen auf „The Modern Dance“ den Soundtrack für ihre Geisterstadt: Sie verbannten die Pop-Klischees der Seventies in die heimeligen Vororte und verschweissten schroffe Gitarrenriffs, zerbrochene Rhythmen, unkontrolliert lärmende Synthesizer und David Thomas‘ abartige Stimmkünste zu ruppigen Prä- und Post-Punksongs und abstrakten Industrie-Klangskulpturen. Pere Ubu waren keine intellektuellen Avantgardisten, sondern eine intuitive „Avantgarage“-Band, eine Folk-, keine Kunstcombo; sie waren lieber Erneuerer als Ikonoklasten, und statt das Populäre zu verdrängen, jonglierten sie mit dessen Versatzstücken. Von Pere Ubu gespielt, mutierten die wohltemperierten Pop-Harmonien indes zu unberechenbaren Achterbahnfahrten durch Bilder urbaner Entfremdung und industrieller Verelendung. Aus den Abgründen jedoch schallte immer wieder anarchisches Gelächter: Mehr als das Entsetzen umkreisten Pere Ubu halluziniert die schwarzen Löcher des Absurden, und der Alptraum kippte in ein existenzielles Grand Guignol, das die Kinder das Lachen und die Erwachsenen das Fürchten lehrte – genau wie Alfred Jarrys Puppengroteske „Ubu Roi“ von 1896.

David Thomas, der Sänger und Gründungsmitglied von Pere Ubu starb am 23. April 2025 im Alter von 71 Jahren. Er war einer der interessantesten und kompromisslosesten Musiker seiner Generation.

Ian Hunter & Mick Ronson, Live At Rockpalast 1980, 2011

Produzent/ WDR

Label/ MIG

Mick Ronson aus dem nordenglischen Hull war nicht nur irgendein Lead-Gitarrist, er war der Archetyp eines Lead-Gitarristen. Spindeldürr mit langem blondem Haar. Seine Soli spielte er selbstverständlich breitbeinig und natürlich auf einer tief hängenden Les Paul. Was dabei rauskam, waren kurze, instrumentale Ohrwürmer.

„Schweinerock“ würden einige Ignoranten heutzutage wahrscheinlich motzen, aber Ronson nudelte nicht einfach irgendwelche Klischees runter. Er hat Zeug erfunden, das in den Händen von Millionen minderbegabter Nachahmer zum Klischee wurde. Nicht nur David Bowie und Ian Hunter, sondern auch Lou Reed, Roger McGuinn, John Cougar, Kinky Friedman, Bob Dylan und T-Bone Burnett wussten Ronson zu schätzen. Er war auch als Arrangeur und Produzent nicht übel. Reeds „Transformer“ und Bowies „Ziggiy Stardust“ gehen zum Teil auf seine Kappe. Auf YouTube ist ein gut aufgenommener Auftritt von Ronson zu finden, mit Hunter im „Rockpalast“ aus dem Jahre 1980. Unbedingt mal ansehen bzw. anhören „Take it away, Mick…“