
Tom Petty, 1970’s

Tom Petty, 1970’s

Nina Simone, 1967

Rolling Stones guitarist Keith Richards embracing a young woman at Television House London, where the group are appearing on the TV show „Ready Steady Go“, 1964

Female fan peering underneath a police barrier hoping to get a look at members of the Rolling Stones who are arriving for a concert at Forest Hills stadium, 1966

Muddy Waters and his wife Geneva in Chicago, 1951

Uncle Tupelo’s original lineup – Jay Farrar, Jeff Tweedy, and Mick Heidorn, 1991

Chemistry: Mickey Baker with Sylvia Vanderpool in 1958

Bruce Springsteen and Photographer Lynn Goldsmith in a Mirror, 1978

The Doors, Strange Days, 1967
Produzent/ Paul A. Rothschild
Label/ Elektra Records
Wenn „Strange Days“ wie der zweite Teil des Debütalbums klingt, ist das kein Zufall. Es handelte sich immer noch um die Songs, die die Band bereits seit ihrer Gründung live erprobt hatte. Die Stimmung ist ähnlich wie auf „The Doors“, und doch wiederholt sich nichts, den die Songideen sind originell, insgesamt ist die Platte vielleicht ein wenig psychedelischer. Gleich das Orgel-Intro zum Opener „Strange Days“ leitet die Platte mit einer entrückten Note ein. Das Album ist leiser, balladesker und womöglich in der Nuance auch ein wenig experimenteller als sein Vorgänger. In „Love Me Two Times“ bringt Ray Manzarek zum Beispiel den Klang eines Cembalos zu Gehör. „Horses Latitudes“ ist eigentlich kein Song, sondern eine erste Spoken-Word-Performance Morrisons, die von den drei Instrumentalisten mit düsteren Klangkulissen untermalt wird.
Auf „Strange Days“ fehlen die Anklänge an asiatische, lateinamerikanische und Musiktraditionen, die auf „The Doors“ noch im Vordergrund standen. Die jazzigen Momente, vorallem von Kriegers Gitarre, werden organischer in den Gesamtsound integriert. Krieger und Manzarek sind dichter beisammen als auf dem Erstlingswerk. Das Gesamtbild der Band gewinnt an Tiefe, die Gruppe wirkt selbstbewusster und ein wenig eleganter. Morrison geniesst diese Sicherheit hörbar. Er kann mit seinen vokalen Fähigkeiten besser changieren. in Liedern wie „You’re Lost Little Girl“ oder dem kurzen „Unhappy Girl“ wird er fast zum Crooner in der Tradition von Bing Crosby, Frank Sinatra oder Tony Bennett. Der nächste Höhepunkt ist das kurze, aber unglaublich konzentrierte „People Are Strange“, das wiederum ein wenig an die britischen Kinks erinnert, bei denen sich The Doors ja sowieso gern bedienten. Am Ende steht mit „When The Music’s Over“ wieder ein grosses Epos, das zugleich eine weitere Endzeit-Fantasie ist. Morrison und The Doors haben auf ihren Alben von Anfang an ihr Ende akzeptiert.

The Troggs, 1966