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James Brown and the Famous Flames, Please Please Please, 1956

Text/Musik/ James Brown, Johnny Terry

Produzent/ Ralph Bass

Label/ Federal

In der Pop-Geschichte ist James Brown durch seine exponierte Stellung im Rhythm & Blues und Soul sowie durch seinen massgeblichen Einfluss bei der Entstehung von Funk ein zentraler Musiker des 20. Jahrhunderts. Brown spielte Klavier, Orgel, Gitarre und Schlagzeug, trat aber fast nur als Sänger und Tänzer auf. Zudem war er Bandleader und Musikproduzent. Seinen Beinamen „The Godfather of Soul“ und „Mr. Dynamite“ wurde er bis zu seinem Tod 2006 durch unglaubliche Energieleistungen, eine ekstatische Bühnenpräsenz und perfektes Timing gerecht.

Browns Karriere begann zu Beginn der 1950er, als er sich Bobby Byrds Formation Gospel Starlighters anschloss. Unter dem Einfluss von Ray Charles, Louis Jordan und Little Richard schwenkte die Band alsbald von Gospel zu R’n’B über, obwohl zu diesem Zeitpunkt Rock’n’Roll gerade zum Siegeszug antrat. Mit seiner markanten Stimme und dem leidenschaftlichen Gesang avancierte Brown bald zum herausragenden Künstler der Combo. Diese spielte 1955 den Titel „Please, Please, Please“ ein. Als der Produzent Ralph Bass das Lied im Radio hörte, nahm er die Band sofort unter Vertrag, woraufhin sich diese in The Famous Flames umbenannte. „Please, Please, Please“ erreichte Platz 5 der R’n’B-Charts und wurde zum ersten Hit von Brown.

Bei Live-Auftritten von James Brown war während dem Song „Please, Please, Please“ immer die gleiche Routine zu beobachten. Brown sank erschöpft auf die Knie, um dann von seinem MC, Ansager und modischen Berater Danny Ray ein Cape um die Schultern gelegt zu bekommen und schliesslich von der Bühne zu gehen. Nur, um kurz darauf wieder ans Mikrofon zu gehen und das Cape in einer energetischen Bewegung von sich zu schleudern. Gestern und Abläufe dieser Art kamen nicht von ungefähr: Als James Brown mit 5 Jahren zum ersten Mal mit seiner Familie einem Gottesdienst von Bischoff Charles „Sweet Daddy“ Manuel Grace beiwohnte, war er von dessen Charisma und Präsenz beeindruckt – und orientierte sich folglich in den Jahren darauf an dessen Erscheinung.

9 Gedanken zu “

  1. Zufälligerweise hörte ich gerade gestern eine der live Schallplatten von James Brown und den Famous Flames im New Yorker Apollo Theater. Diese spezielle Aufnahme war von 1962.

    Der Mann war auf der Bühne schlicht der Oberwahnsinn!
    Neben seiner Stimme und leidenschaftlichen Darbietung hatten viele seiner Stücke einen Klasse Groove. Selbst ohne Video kann man all dies in der Aufnahme sprichwörtlich vor Augen sehen.

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    1. Das Konzertmitschnitt „Live At The Apollo“ (1963) wurde über eine Million Mal verkauft. James Brown hatte damit eine von schwarzen Musikern zuvor unerreichte Schallmauer durchbrochen. Das ganze war eine perfekt inszenierte Show, die man – wie du so schön sagst – auch ohne Video vor den Augen sehen kann. James Brown war schon immer mehr Prediger als Sänger. Die Kraft seiner rohen Gospelstimme sprengte damals die weitaus melodiöseren Konventionen des herkömmlichen Rythm & Blues.

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    1. Das hat schon was! Wenn sein Körper wie unter Stromstössen bebte, zitterte und zuckte. Auch die Musik waren polyrhythmische Teppiche, die sich an karibische und afrikanische Muster anlehnten.

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