R.E.M., It’s the End of the World as We Know It, 1986

Text/ Musik/ Bill Berry, Peter Buck, Mike Mills, Michael Stipe

Produzent/ Scott Ltt, R.E.M.

Label/ I.R.S.

Vor 30 Jahren nahm R.E.M. im Sound-Emporium-Studio von Nashville diesen bittersüssen Song auf, der 1987 auf ihrem Album „Document“ erschien. Auch wenn „It’s the End…“ nie zum Überhit wie „Losing My Religion“ oder „Everybody Hurts“ wurde, ist es für viele ein Lied geblieben, mit dem sie sich identifizieren können. Es gibt das Ohnmachtsgefühl wieder, das viele am Smartphone beschleicht, wenn im Sekundentakt News aufpoppen. Ein scheinbares Chaos, in dem sie nur noch schwer zwischen Katastrophe und Fehlalarm, zwischen realer Nachricht und gezielter Fälschung unterscheiden können.

1995 liessen die Musiker von R.E.M. den Software-Giganten Microsoft abblitzen, der „It’s the End of the World“ in seiner Werbung für Windows einsetzen wollte. “Ich will meinen Kindern zeigen, dass nicht alles zum Verkauf steht“, sagte Gitarrist Peter Buck. „Wer seine Musik für Werbung hergibt, ist eine Hure.“ – Statt R.E.M. waren die Rolling Stones im Werbespot für Windows zu hören. Sie sollen zwölf Millionen kassiert haben, dass sie den beziehungsreichen Titel „Start Me Up“ dafür hergaben.