10 Gedanken zu “

  1. Im Juli lief der Film „Nico, 1988“ an. Darin ist ziemlich klar zu sehen, dass Christa Päffgen ganz andere Probleme hatte, als sich in der dunkelbraunen Suppe der deutschen Geschichte zu aalen.
    Und die deutsche Nationalhymne künstlerisch zu intonieren, ist ein schwaches Fundament für Behauptungen…

    Gefällt 1 Person

    1. Für mich ähnelt Nicos Lebenslauf auf merkwürdige Art den Biografien anderer deutscher Frauen ihrer Generation: Ulrike Meinhof, Romy Schneider, Gudrun Ensslin. Keine dieser Frauen erreichte ihren 50. Geburtstag. All das im furchtbaren Nibelungenland der 70er-Jahre-BRD.

      Gefällt mir

      1. Auf welche merkwürdige Art denn?
        Ich persönlich würde Gemeinsamkeiten nicht bloss an den relative kurzen Lebenswegen festmachen. Dafür waren allein die vier genannten Frauen in ihren persönlichen Antrieben doch ziemlich unterschiedlich.

        Gefällt 1 Person

      2. Sie alle sind zwischen 1934 und 1940 geboren, sie alle wollen das postfaschistische Deutschland verlassen und sie alle treffen dabei auf Männer, deren Freiheit ein anderes Leben verspricht, um dann doch wieder in die herrische Unterdrückung zu kommen. Nico und Romy Schneider sogar mit demselben Mann.

        Gefällt mir

      3. Lieber Herr Ärmel, Sie scheinen Sinn für Humor zu haben und ich möchte hier kein Tüpflischisser sein. Aber um 1974 herum begann Nico auf Konzerten „Das Lied der Deutschen“ zu singen, alle drei Strophen, und widmete es Andreas Baader. Irgendwann ging sie dazu über, das Stück Ulrike Meinhof zu widmen. Sie behauptete sogar Ulrike Meinhof gekannt zu haben, und nahm 1976 an ihrer Beerdigung teil.

        Gefällt 1 Person

  2. Was den Humor betrifft, bin ich eher undeutsch. Ich kann über mich lachen. Immer besser im Lauf der Jahre.
    „Das Lied der Deutschen“ ist mir bekannt. Die erwähnten Widmungen bei Nicos Auftritten sind mir unbekannt. Ich danke Ihnen für diesen Hinweis. Wir könnten jetzt lange diskutieren, woher diese Widmungen rührte. 1938 geboren, muss sie die Bombardierung Kölns als Kind miterlebt haben. Liegen dort die Wurzeln ihres gebrochenen Lebensweges? Ich weiss es nicht.
    Ich werde heute „Behind the Iron Curtain“ hören.

    Ihnen ein schönklingendes Wochenende, Herr Ärmel

    Gefällt mir

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.