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Link Wray & His Ray Men, Rumble, 1958

Musik/ Link Wray, Milt Grant

Produzent/ Link Wray

Label/ Cadence

Link Wray (1929 – 2005), der von den Shawnee-Indianer abstammte, wuchs als Sohn eines Predigers in Arizona auf. Indianer-Rhythmik und die Country-Bottleneck-Technik eines obskuren Musikers namens „Hambone“ bildeten das Fundament für Wrays wütende, Rock’n’Roll/ Rockabilly-Attacken. Er spielte Countrymusik mit seinen Brüdern Doug und Vernon in seiner ersten Band. 1950 wurde Link Wray in die Armee eingezogen. Doch nach einem Lungendurchschuss in Korea schien seine Musikerlaufbahn beendet zu sein.

Wray erholte sich und zog mit seinen Brüdern nach Norfolk, Virginia. Dort begleiten sie den Lokalmatador Gene Vincent. Der aufkommende Rock’n’Roll veranlasste Wray seinen Stil umzustellen. Er zog sich als Sänger zurück und konzentrierte sich auf fetzende, laute Akkorde, die er effektvoll verfremdete. Mit seinen Brüdern leistete Link Wray auch Backing-Arbeit für Ricky Nelson und Fats Domino. In jenen Tagen entstand der Song „Rumble“. Es heisst, dass Wray von einer Saalschlägerei zu den metallischen, trockenen Gitarrenriffs inspiriert wurde. Wie auch immer, auf jeden Fall hatte Link Wray in dem Song bereits das angelegt, was ins Standardrepertoire von Generationen von Rockmusikern einziehen würde: verzerrte Gitarren und Feedback. Das Instrumental „Rumble“ war auch in anderer Hinsicht bemerkenswert. Das quälend langsame Tempo stand im krassen Gegensatz zu seiner Herkunft aus Rockabilly, R&B und Rock’n’Roll. Den charakteristischen Sound erzielte Wray, indem er Löcher in die Lautsprecher der Gitarrenverstärker bohrte. Auch wenn der Musiker das nicht beabsichtigt hat: „Rumble“ gilt als Geburtsstunde des „Power Chord“, der bis heute in Rock und Metal bis zum Exzess gespielt wird.

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