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The Allman Brothers Band, Eat A Peach, 1971

Produzent/ Tom Dowd

Label/ Capricorn Records

Ihr Album „Live At Fillmore East“ stand noch hoch im Kurs und markierte den endgültigen Durchbruch für die Allman Brothers Band, als sie sich an die Aufnahmen zu ihrem dritten Studioalbum machten.  Doch die Arbeiten gestalteten sich alles andere als einfach. Kurz vor den Sessions hatten sich einige Band- und Crewmitglieder, unter ihnen Duane Allman, in eine Klinik begeben, um ihre Heroin-Sucht zu bekämpfen. Doch ihre guten Absichten führten nicht zu dem gewünschten Ergebnis.

Wegen des Erfolges, aber auch, weil sie noch viel gutes Material von den Fillmore-Konzerten 1971 in petto hatten, waren auf der Doppel-LP schliesslich auch drei Livesongs, wobei der 33minütige Jamrock-Klassiker „Mountain Jam“ auf zwei LP-Seiten verteilt werden musste. „Eat A Peach“ wurde zum Vermächtnis von Duane Allman: Der Gitarrist starb am 29. Oktober 1971 bei einem Motorradunfall. Drei weitere weitere Songs sind nach seinem Tod aufgenommen worden, unter anderem das balladeske „Melissa“.

„Eat A Peach“ war das erste Album, das das komplette Stil-Spektrum der Allman Brothers Band wirklich widerspiegelte. Während die ersten beiden Alben noch tief im Bluesrock verwurzelt gewesen waren, bestach „Eat A Peach“, egal ob es sich noch um Songs mit Duane oder um nach seinem Tod eingespielte Tracks handelte, durch die Verknüpfung von Jazz- und Country-Einflüssen mit den bluesrockigen Elementen. Und das auf eine recht beschwingte Art. Das war umso erstaunlicher, als gerade die Songs, die nach dem Motorrad-Crash entstanden, als Tribut für den toten Freund und Bruder gedacht waren.

19 Gedanken zu “

  1. Die Aufnahmen der Jams der Allman Brothers Band sind nicht ganz mein Fall. Ähnlich geht es mir auch mit den ewig langen Live-Stücken der frühen Fleetwood Mac. Aber sie sind dennoch sehr gut. Für mich ist „Jessica“ das Highlight“. Insbesondere wirkt die Musikalität der Band bis heute, etwa in Gestalt der
    Tedesci Trucks Band, von Gov’t Mule (die auch für hervorragende Covers von Pink Floyd, Black Sabbath, Deep Purple etc. bekannt sind) oder auch Larkin Poe, die liebevoll als die „kleinen Schwestern der Allman Brothers“ genannt werden. Nicht zu vergessen der Solo-Ableger Dick Betts. Ein Betts- und ein Allman-Sohn (ob von Gregg oder Duane weiß ich nicht) wandeln übrigens gemeinsam ebenfalls auf den Pfaden des Southern Rock.

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    1. Die Allman Brothers gehören zu den ersten Jambands überhaupt. Es ist sicher eine Frage des persönlichen Geschmacks, wie interessant solche Stücke wie das 33minütige „Mountain Jam“ heute noch sind. „Eat A Peach“ ist aber auch das letzte Album, an dem Duane Allman beteiligt gewesen ist. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Dickey Betts könnte man hier schon als telephatisch bezeichnen.

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  2. Re „Mountain Jam,“ Wikipedia says, „One night at the Fillmore East when The Allman Brothers were there with the Grateful Dead and Peter Green’s Fleetwood Mac, Bill Graham came into an area where Duane Allman, Peter Green, and Jerry Garcia were jamming together on Donovan’s 1967 hit single „There Is a Mountain.“ There is now also a Mountain Jam festival on the original Woodstock site that occurs in late May. Warren Haynes is one of the co-founders.

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    1. Thanks for your information! It’s interesting what this hippie-like Donovan song „There Is A Mountain“ went through for changes. I remember that the song was also covered by Herbie Mann.

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  3. Ein Klassiker, der um so erstaunlicher ist, wenn man die ganzen Ereignisse berücksichtigt, mit denen die Band konfrontiert war. Ich glaube “Melissa” und “Blue Sky” sind hier meine Favoriten.

    Wie Emsemsem bin auch ich generell kein allzu großer Fan von ewig langen Jams. Wie ich zum Zeitpunkt seines Todes gelesen habe, war Gregg Allman dies wohl ebenfalls nicht – zumindest nicht wenn es zu ausgedehnten Gitarrensoli kam. Weiterhin glaube ich, daß Gregg eine erhebliche Rolle bei den Jazzeinflüssen der Band spielte.

    Die von Emsemsem erwähnten Larkin Poe beeindrucken auch mich. Die beiden jungen Damen, die den Kern dieser Gruppe bilden, sind wahre Feuerwerkskracher.

    Wenn Du dies nicht bereits schon getan hast, empfehle ich Dir mal in ihren YouTube Channel hineinzuschauen. Dort sind zahlreiche Clips zu sehen, in denen sie stripped down Coverversionen spielen – macht Spaß sich das anzusehen!

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    1. Ich finde „Eat A Peach“ steht den frühen Alben der Allman Brothers Band in keiner Weise nach. Mir gefällt vorallem die Entwicklung weg vom traditionellen Bluesrock und die Hinwendung zu Jazz- bzw. Country-Einflüssen. Dies zeigt sich am besten in den beiden – bereits von Dir erwähnten – Stücken „Melissa“ und „Blue Sky“. Die Allman Brothers haben in ihrer Geschichte einen grossen Wandlungsprozess durchgemacht. Aber nach „Brothers And Sisters“ gab es für mich kein weiteres Album mehr, das ich unbedingt brauchte.

      Ich danke Dir für den Hinweis: Larkin Poe sind natürlich clever und charmant. Die beiden jungen Damen kennen alle Signa­ture-Riffs der Südstaaten und haben ein gutes Bewusstsein für den Delta Blues.

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  4. I was late getting into the Allman Brothers I hate to say. I knew their big hits but after I read Gregg’s autobiography I totally dived into their music. Those first 5 albums were fantastic. This one is my favorite for the songs…but if I have a project to do around the house…I’ll play the Fillmore album in its entirety.

    Great album. Gregg really lays his soul out in Ain’t Wasting Time No More. The musicianship in that band was incredible. Sometimes they get labelled as „southern rock“…I thought they were way above that label with the jazz influences.

    As a jam band they kept it interesting…I like the Dead…always have but their jams didn’t have the intensity of the Allmans.

    Every member brought something big to the table…there were no weak links.

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    1. The early studio albums of the Allman Brothers were very good, but the interplay and improvisation skills of the musicians only really became clear live, you can hear that “At The Fillmore”. „Eat A Peach“ has also some nice songs. For me was the interaction between Duane Allman and Dickey Betts always important. The absence of these two guitarists made the Allman Brothers for me not uninteresting, but it was no more music that I really needed. Just good rock!

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      1. They survived without Duane but it was apparent what they lost. It seemed they didn’t go out on the limb as much anymore. They were different…like you said more rock songs.

        Berry Oakley was a big loss as well. He was a top notch bass player that blended perfectly with them. After Brothers and Sisters I didn’t listen to much else. I have heard some of their 90s stuff I liked…but it doesn’t compare to the Duane years.

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    1. In early times, I didn’t get bored even after 10 times listen to this, now I’m more careful with it. The interplay between Dicky Betts and Duane Allman is still the best thing on this album for me.

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  5. I believe this was the album I purchased three times, because the same song skipped. Ended up keeping the third, assuming was result of bad press. There is no Allman Brothers Song that I don’t like. I have seen them live countless times. Cried like a teenager when Gregg died.

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    1. Tedeschi Trucks Band is a group of great musicians with fantastic chemistry. They know what they do well and they’re doing it here. „Revelator“ is a great album. Genuine americana is alive in this.

      I know the problem with the skipping songs on CD’s. One thing you dont‘ have on a file anymore.

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