Bildschirmfoto 2020-05-11 um 10.19.44.png

Eurythmics, When Tomorrow Comes, 1986

Text/Musik/ Annie Lennox, Dave Stewart

Produzent/ Dave Stewart

Label/ RCA Records

1986 war für die Eurythmics das Jahr, in dem sie sich vom reinen Pop abwandten und rockigere Töne anschlugen. Das äusserte sich auf dem Album „Revenge“ und dessen Singles. Dabei war „When Tomorrow Comes“ die erste Single des Albums, und sie war weit weniger erfolgreich als das, was die Beiden vorher so machten. Annie Lennox erzählt hier die Geschichte der Big Mama, die ihren Guten beschützt. Eigentlich ist der Inhalt eine banale Nachtmusik, wäre da nicht der pop-rockige Hintergrund mit Saxophon, Gitarren, Schlagzeug und mehrstimmigem Satzgesang. Eine Kontroverse, die so ziemlich alle Bands, die aus dem New Wave kommen, mit sich herumgetragen haben.

Das Album „Revenge“, auf dem sich „When Tomorrow Comes“ befindet, wurde damals eher als Enttäuschung wahrgenommen,  denn es gab tatsächlich keine Spur mehr vom Wave-Pop, so wie noch auf den Vorgängeralben „Sexcrime“ oder „Love Is A Stranger“, ganz zu schweigen von „Sweet Dreams“. Anderseits war Wave-Pop 1986 schon vorbei und das wussten Dave und Annie und konzentrierten sich vorallem auf poporientierte Powersongs. Ich finde „When Tomorrow Comes“ auch heute noch richtig gut, weil es eben doch anders ist als frühere Sachen. Aber das muss ja nichts heissen, oder?

13 Gedanken zu “

  1. Nun ja, man muss Wikipedia nicht alles glauben… 🙂

    Letztlich waren recht gute Songs dabei, um nur Thorn in my Side oder The miracle of love zu nennen.

    Das Problem beim Erfolg ist, jeder möchte seinen Sound haben, aber auch mal anderes machen, was einige Fans nicht mögen, wobei man sich auch nicht immer nur wiederholen kann…

    Gefällt 2 Personen

    1. Stimmt! Damals war ich etwas enttäuscht von dem Album. Aber heutzutage höre ich es mir zwischendurch ganz gerne an. Sind einige schöne Sachen drauf, neben „When Tomorrow Comes“ gefällt mir auch „Thorn In My Side“ und „The Miracle Of Love“.

      Gefällt 2 Personen

  2. Danke fürs Erinnern an dieses Album und diese Zeit…
    Als ich „When tomorrow comes“ zum ersten Mal im Radio hörte, beschloss ich, mir die Haare kurz schneiden und bleichen zu lassen, weil ich Annie Lennox ja sowas von cool fand (schon zuvor fand ich das, nur gefiel mir ihre Musik erst ab diesem Album so richtig).
    Herzliche Grüße aus München!

    Gefällt 1 Person

    1. Gern geschehen! Ja, die Annie Lennox mit der Kurzhaarfrisur und den Männeranzügen beherrschte das Spiel mit der Maske und Masquerade beider Geschlechter. Einerseits wollte sie ihre Männlichkeit darstellen, anderseits aber auch die Weiblichkeit, die sie für Männer so begehrenswert macht.

      Mit herzlichem Gruss nach München!

      Gefällt 1 Person

    1. Nun gut, die Eurythmics-Zeiten sind schon etwas länger her, aber es gibt ein paar Songs, die ich ab und zu gerne wieder höre. Die Stimme von Annie Lennox ist natürlich hervorragend, kann unter Tausenden rausgehört werden

      Gefällt mir

  3. Naja. Bowie war damals schon relativ schwach mit seiner „tonight“, die ich trotzdem rauf und runter dudelte; aber die Eurythmics kamen mir immer vor , wie Bowie für NOCH ärmere Hörer. Madame Lennox schien ihn outfitmäßig irgendwie zu kopieren. „when tomorrow comes“ ging so.

    Gefällt 1 Person

    1. Annie Lennox mit ihrem schultergepolsterten Männeranzug, dem kurzen gebleichten Haar und dem kantigen Aussehen hatte damals tatsächlich etwas von einem weiblichen David Bowie, aber es hätte genausogut einen Mick Jagger sein können, den sie imitierte. „Revenge“ besteht ja hauptsächlich aus poporientierten Songs; auch wenn ich von dem Album damals eher enttäuscht war, klingen für mich rückblickend ein paar Songs eigentlich erstaunlich zeitlos.

      Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.