Creedence Clearwater Revival, Bayou Country, 1969

Produzent/ John Fogerty

Label/ Fantasy

Creedence Clearwater Revival waren eine phantastische Band, die mit vier Mann Besetzung so hart klingt wie eine Band mit grösserer Besetzung. Drei von CCR John Fogerty (Gesang, Lead-Gitarre), Stu Cook (Bass) und Doug Clifford (Drums) waren gerade mal 23 Jahre jung, als ihr erstes Album erschien und spielten schon seit 1958 zusammen. 1965 kam John’s älterer Bruder Tom Fogerty (Gesang, Rhythmusgitarre) hinzu, und ab 1967 nannten sie sich Creedence Clearwater Revival. Ihre Single „Proud Mary“ war damals auch hierzulande in den Hitparaden vertreten, doch man musste schon die beiden ersten LP’s hören, um die Band richtig kennenzulernen.

Die Musik von CCR ist mit den Jahren in mir gewachsen: es eine sehr einfache, unkomplizierte Musik, die einem zunächst einmal aufspringen und tanzen lässt. Doch beim öfteren Hören gewinnen die unglaublich präzisen und gekonnt ausgetüftelten Rhythmusänderungen, Background-Riffs und schliesslich John Fogerty’s Art, einen Song wie beispielsweise „Born On The Bayou“, „Graveyyard Train“, ,Proud Mary“ oder ,,Keep On Chooglin“ frenetisch hinauszusingen, immer mehr an Bedeutung. Die vier San Francisco-Musiker verstanden es wie kaum eine andere Band in den späten 60er und in den frühen 70er Jahren, mit einfachen, aber interessanten musikalischen Mitteln dem Zuhörer puren Spass zu bereiten.

36 Gedanken zu “

  1. Creedence Clearwater Revival habe ich schon als Kind gemocht.
    Die etwas älteren Kumpels spielten ihre CCR LPs und es war einfach klasse.
    Noch heute ein Stimmungsaufheller erster Güte… 😉

    Gefällt 2 Personen

    1. „Proud Mary“ ist der Monsterhit auf „Bayou Country“, aber bei weitem nicht der einzige Geniestreich, auch „Born On The Bayou“ schlägt mit schwerem Southern Groove und stimmiger Lyrics in die Swamprock-Kerbe. Das Highlight ist für mich aber das achtminütige „Keep On Cooglin“.

      Gefällt mir

  2. Eigentlich bin ich ja die Generation Slade/Sweet, aber eines Tages gewann im Musikladen(Radio Bremen/ARD) „Proud Mary“ als Beat-Club Oldie und da wusste ich mit einem Schalag: DAS ist richtiger Rock! Der ganze Glam ist Rummelmuske.

    Gefällt 2 Personen

    1. Für mich gehören CCR nicht zum Glamrock, sondern zur Hippie-Ära. Es war die erste Gruppe dieser Generation die klassische Rock-Roots verwendete, während viele ihrer Zeitgenossen noch British-Blues oder Acid-Rock spielten. Symbolisch sieht man diesen Unterschied auch an den Klamotten, mit denen sich John Fogerty & Co dem Publikum präsentierten: Jeans, Holzfällerhemde, Cowboyboots – das war fortan die Uniform aller „ehrlichen“ Rock’n’Roller.

      Gefällt 1 Person

      1. Danke! Sehr lustige Nummer von Monty Python. Vielleicht gibt es ja tatsächlich Männer, die in Holzfällerhemden herumlaufen und drunter Strapse tragen.

        Gefällt mir

  3. Was Großmutter noch wusste:

    Was heißt Creedence Clearwater Revival auf Deutsch?

    „Creedence“ bezieht sich auf einen gewissen Credence Newball, der ein Freund von Tom Forgety war, das Wort „Clearwater“ lieh sich die Band aus einem TV-Werbespot für Bier und der Zusatz „Revival“ rührte daher, dass die Band nach dreijähriger, wehrdienstbedingter Pause erst wieder zusammenfand.

    Im Internet geguugelt… 😉

    Gefällt 2 Personen

      1. Stimmt! Zuerst nannten sie sich The Blue Velvets, dann The Visions und dann The Golliwogs (eine Bezeichnung für Negerpuppen). 1968 konnten die Golliwogs ihr Albumdebüt aufnehmen, allerdings nur unter der Bedingung, den Namen zu ändern. Über die Bedeutung der Wörter Creedence Clearwater Revival hat unser Freund Hans-Peter bereits geschrieben.

        Gefällt mir

    1. Also mir gefallen CCR auch immer noch gut, aber mit Glam-Rock haben die nichts zu tun; das war eine Band aus San Francisco, die eine authentische Südstaatenwelt geschaffen hat.

      Gefällt mir

  4. Bayou Country ist auch nach Jahren noch ein Hammer Album. Lässige Musik zum Abhängen. Mich störte die Gesangsstimme damals wie heute. Trotzdem zählt die Musik.

    Es gibt einen Kurzfilm von Wim Wenders: „Drei amerikanische LPs.“ Da fährt Wenders mit seinem Freund Peter Handke in einem alten VW aus München raus in die Landschaft. Dabei laufen drei Lieder von drei LPs. Wenn es interessiert: https://vimeo.com/135498856

    Gefällt 2 Personen

    1. Danke für den Link! An den Kurzfilm von Wenders kann ich mich noch gut erinnern. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Südstaatenwelt von Creedence Clearwater Revival damals ungefähr so realistisch war wie das Amerika-Bild von Wim Wenders.

      John Fogertys raue Stimme ist natürlich Geschmacksache. Aber er hat ja auch fast sämtliche Klassiker geschrieben. Eigentlich unglaublich, dass CCR nur gerade mal vier Jahre existierten und ihre Songs, auch heute noch, immer wieder im Radio gespielt werden.

      Gefällt 1 Person

      1. Wenders hat spätestens seit „Million Dollar Hotel“ die Kruve gekriegt und sein romantisches Bild der USA korrigieren können.

        CCR sind in der Tat eine erstaunliche Band gewesen. Etwa zehn Hits, die auch noch in ganz verschiedenen Radiosendern gespielt werden.

        Gefällt 1 Person

    2. Ja, interessiert war ich schon, aber genau so schnell habe ich den Film auf Schnelldurchlauf gestellt und dann abgestellt.
      Diese unsägliche 1960/70er Jahre „Ich halte die Kamera irgendwo drauf und das ist dann Kunst“ ist so unsagbar öde… Nix für ungut… ;.)

      Gefällt 2 Personen

      1. Ich möchte hier doch erwähnen, dass Wenders damals viel mit Bild und Ton experimentiert hat. Seine Standbild-Einstellungen waren im Prinzip eine Kritik an den Film als wichtiges gesellschaftliches Medium von Wirklichkeitskonstruktion.

        Gefällt mir

  5. Ich denke Du hast es wunderbar auf den Punkt gebracht. CCRs Musik war simpel aber trotzdem einfach Klasse. Zwar war die Band diktatorisch gefuehrt von John Fogerty, aber der Mann wusste was er tat. „Born on the Bayou“ und natuerlich „Proud Mary“ gehoeren nach vielen Jahren immer noch zu meinen Lieblingssongs.

    Gefällt 1 Person

    1. CCR haben damals den Scheitelpunkt der perfekten Welle erwischt. Kaum mit „Proud Mary“ etabliert, kamen schon die nächsten Hämmer: „Bad Moon Rising“, „Lodi“, „Commotion“. Es stimmt schon, dass John Fogerty die Band diktatorisch geführt hat. Der Mann war halt nicht nur in Sachen Musik, auch geschäftlich ein unbarmherziger Kontrollfreak.

      Gefällt 1 Person

    1. This album is the bridge between there debut and the beginnings of super stardom with there third. It’s a great seminal album that encompasses the darkness and workman like attitudes of there debut, but added is the Pop element of catchiness through brilliant musical hooks. „Keep On Chooglin“. 7 minutes with a great Harmonica solo. I love it.

      Gefällt 1 Person

      1. Where did Fogerty get the inspiration from, CB? I think from „Suzie Q“. Already the Dale Hawkins Original is great. But CCR give this song something compelling, so that even the 8 1/2 minute version never gets boring, because it’s dramatically enhanced and can put you into a trance.

        Gefällt 1 Person

      2. Yes, I know how you feel. Early CCR are simple and, despite the repetitions in the harmony sequence, anything but boring. Similar to the Doors has their music somehow an hypnotic effect.

        Gefällt 1 Person

  6. Hard to believe they are from California around Oakland and San Francisco. Fogerty was in the zone for at least 3 years writing those songs. It was all about quality with albums and singles.
    I owned a few vintage Kustom amps just to get that same tremolo.

    Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.