

Frank Zappa, Laurel Canyon, Los Angeles, 1968


Frank Zappa, Laurel Canyon, Los Angeles, 1968

Marc Ribot, Silent Movies, 2010
Produzent/ J.D. Foster
Label/ Pi Recordings
Wer den Namen dieses Mannes normalerweise mit Tom Waits in Verbindung bringt, wird sich hier auf eine Überraschung gefasst machen müssen. Marc Ribot ist einer der innovativsten lebenden Gitarristen. Was er auf dieser Platte an Verzerrungen und Steigerungen aus dem Instrument holt, ist nicht Rock-mässig codiert, es sind aber auf dieselbe Art Geräusche, wie die in der Gewohnheit längst lieblich gewordenen Fuzzgeräusche oder Grungegrooves, die Millionen Menschen zur Ergötzung hören.
Marc Ribots Stücke entfalten von der ersten Sekunde an eine unglaublich dichte Atmosphäre, die mich immer wieder in ihren Bann zieht. Jeder Song ist eingängig genug, um mich sofort in seine Stimmung hinfallen zu lassen, wird dabei aber niemals flach oder simpel oder driftet in Belanglosigkeit ab. Ribot schreibt Instrumentals, mitten zwischen den Sprachen von Funk, Blues, Jazz und Rock, ( die er live oft mit seinen kongenialen Begleitmusiker Henry Grimes (Kontrabass, Violine) und Chad Taylor (Schlagzeug) interpretiert), mit einem ganz eigenen musikalischen Humor, ohne jedes Meta und Jenseits und Audiencepleasing, wie ihn etwa die frühen Softmachine oder Tony Williams Lifetime hatten, der sich wunderbar verträgt, genau wie in den genannten historischen Fällen, mit einem musikalischen Reichtum, agressiver Leidenschaft und Kraft, wie sie nur „grosse“, „ernste“ Musik sonst zu erwecken weiss.

Patti Smith with Photographer Lynn Goldsmith, New York, 1978

Johnny Hodges, Paris, France, 1958

Star-Club in Hamburg, 1962

Curtis Fuller, Lee Morgan and John Coltrane at Coltrane’s „Blue Train“-Session, Hackensack, New Jersey, 1957

David Byrne, 1983

The Bowies – David Bowie at the Station with his wife Angie, 1973

Marianne Faithfull, The Shakespeare Pub, London, 1965


John Coltrane with Shadow Wilson, Thelonious Monk and Ahmed Abdul-Malik, The Five Spot, New York, 1957