
Amy Winehouse, At The BBC, 2012
Produzent/ Sasha Duncan
Label/ Universal
Es ist schon erstaunlich, wie viel Ruhm sich ein Mensch mit einem einzigen Album aufbauen kann. „Back To Black“ verkaufte sich weltweit über 20 Millionen Mal, eine eigentlich unfassbare Zahl zu heutigen Zeiten. Die Debütplatte „Frank“, von der sich vier Stücke auf „At The BBC“ wiederfinden, hat ja nur als kleines Vorspiel zum grossen Durchbruch zu gelten. Von „Back To Black“ haben es gleich fünf Songs aus dem Reigen an Hits auf dieses Album geschafft. Insgesamt zeigt „At The BBC“, dass mit Amy Winehouse tatsächlich viel mehr als nur ein Bienenkorbpüppchen gegangen ist. Hier ist, unabhängig von den perfekt produzierten Studioplatten, eine wirkliche Künstlerin am Werk, die im Grunde nicht viel Trara brauchte, um hinreissende Musik zu machen. Umso tragischer, dass es Winehouse in den Jahren nach „Back To Black“ so unfassbar entglitten ist, so dass kaum noch trennbar war, was nun die öffentliche Amy ist, die sich vor der Presse schützen und ein bisschen Privatsphäre aufrecht erhalten wollte.
Auf „At The BBC“ finden sich viele zurückgenommene, sehr spielfreudige Lounge- und Jazz-Versionen der Songs der beiden Alben. Einzig „You Know I’m No Good“ funktioniert nicht ganz so gut wie in der Studioversion. Mit „I Should Care“, „Lullaby Of Birdland“ und „To Know Him Is To Love Him“ sind zudem noch drei Klassiker aus den 1950ern sowie der Hit „Valerie“, im Original von The Zutons, auf dem Album. Als kleinen Bonus enthält „At the BBC“ die einstündige Documentary „Arena: Amy Winehouse – The Day She Came To Dingle“, auf der Winehouse im kleineren Rahmen sechs Songs von „Back To Black“ zum Besten gibt und mittels Interviews viel darüber zu erfahren ist, wer die Britin beeinflusste. Zu einer Zeit als sie selbst noch mehr Vor- als Warnbild war. Auf „At The BBC“ verblasst nur das Drama








