
Mark Knopfler, Sailing To Philadelphia, 2000
Produzent/ Mark Knopfler
Label/ Mercury Records
Bin gestern Abend nach langer Bahnfahrt endlich nach Hause gekommen, habe gut gegessen, mich ausgeruht und bin dann musikalisch nach Philadelphia gesegelt. Spätestens nach dem Hören dieses grandiosen Albums bin ich endgültig zu Hause angekommen.
Man könnte „Sailing To Philadelphia“ auch die Wiedergeburt aller Dire-Straits-Tugenden aus dem Geist eines Solisten nennen. Leichtfüssig demonstriert hier Mark Knopfler eine derartige stilistische Bandbreite, dass niemand mehr die Dire Straits vermisst. Sanft schwebende Jazzgitarrenlicks erinnern entfernt an Pat Metheny. James Taylor grundiert mit Knopfler den hymnischen Titelsong. Titel wie „Wanderlust“ oder „The Last Laugh“ mit Van Morrison sind atmosphärische Verdichtungen voll subtiler Klangverwandlungen. Das ganze Album hat eine seltene Abgeklärtheit und Souveränität. Das signalisiert überdeutlich auch schon das Eröffnungsstück „What It Is“ – ein raffinierter Ohrwurm, der die melodische Magie von „Sultans Of Swing“ besitzt. Allerdings ist für mich der absolute Höhepunkt „Silvertown Blues“. Allein für die perlenden Licks auf seiner „Fender“-Stratocaster, die Knopfler hier lässig aus dem Handgelenk schüttelt, muss man das Album lieben.









